Der KV ist in großer Gefahr und braucht dringend deine Hilfe! Ok, ganz so schlimm ist es nicht, aber wir waren in letzter Zeit vermehrt im Visier von Phishing Angriffen. Hier erfährst du, was wir dagegen tun können.

Digitale Medien und KI machen es einfacher denn je, massenhaft Inhalte mit kriminellen Absichten zu verbreiten. Ein Beispiel sind „Phishing-Mails“: täuschend echt aussehende E-Mails mit gefährlichen Links oder Anhängen, um an Zugangsinformationen, persönliche Daten oder dein Geld zu kommen. Oft sind es generische Nachrichten an möglichst viele Adressen, in der Hoffnung, dass irgendjemand unachtsam ist und hereinfällt.

Für uns als politisch Aktive kommt ein weiteres Problem dazu: Viele von uns stehen in der Öffentlichkeit und geben damit automatisch Informationen über sich preis. So können Betrugsmails gezielt auf eine Person zugeschnitten werden und deutlich realistischer wirken.

Der Kreisvorstand war zuletzt mehrfach Ziel solcher Versuche: Im Namen unserer Kreisvorsitzenden Claudia sollten wir ihr bei der Beschaffung von Geschenkgutscheinen für eine „vertrauliche Aufgabe“ helfen, angeblich für Überraschungsprämien für die Mitgliedschaft. Das ist eine gängige Masche, denn Gutscheine sind oft anonym; einmal benutzt, ist das Geld praktisch weg. Sei hier besonders skeptisch. Zum Glück sind wir alle achtsam und erfahren und haben die Mails sofort erkannt.

Dein Geld ist als Spende für den guten Zweck besser aufgehoben als bei Online-Kriminellen. Deshalb: Egal, wie dringend die E-Mail erscheint, erst tief durchatmen, dann diese Fragen stellen:

  • Erwarte ich diese E-Mail? Habe ich der Person einen Anlass gegeben, mich zu kontaktieren?
  • Ist der Absender wirklich bekannt? Passt die Adresse zur bekannten? Stecken Zahlenketten, Tippfehler oder eine fremde Domain darin?
  • Werde ich mit meinem Namen angesprochen oder nur generisch?
  • Wird Zeitdruck, Drohung oder Geheimhaltung aufgebaut („vertraulich“, „heute noch“, „bitte keinem sagen“)?
  • Kann ich die Anfrage über einen bekannten Weg überprüfen (z. B. telefonisch unter der bekannten Nummer)?
  • Ist die Bitte plausibel? Würde die echte Person mich so um etwas bitten (z. B. Gutscheine für eine „vertrauliche Aufgabe“)?
  • Was will die Mail von mir? Geld, Gutscheine, Passwörter oder persönliche Daten?

Bleibt auch nur bei einer einzigen Frage ein Zweifel: Nicht klicken, nichts kaufen, nichts senden. Erst jemanden fragen. Dasselbe gilt übrigens für Signal-, WhatsApp- oder SMS-Nachrichten, denn auch dort agieren Betrüger immer öfter.

Und falls du doch einmal hereinfällst: Das kann jedem passieren, vielleicht warst du müde oder der Tag war stressig. Hol dir Hilfe bei Freunden oder Verwandten, wenn du selbst nicht so technik-affin bist. Sind Nutzerdaten betroffen, ändere die betroffenen Passwörter; sind Bankkonten betroffen, lass sie bei deiner Bank sperren. Lösche die E-Mail nicht, sondern speichere einen Screenshot als Beweis. Und behalte es nicht aus falscher Scham für dich: Schuld sind die Täter, nicht du. Erstatte Anzeige und informiere andere, die ebenfalls betroffen sein könnten. So schaffen wir Aufmerksamkeit, und die nächste Phishing-Mail wird vielleicht direkt als solche erkannt.

Hier kannst du bei der Verbraucherzentrale eine detailliertere Anleitung zur Erkennung von Phishing-Mails finden.

 

Passt auf euch auf und viele Grüße

Marco