Nürnberg, 28. November 2025
Die Nürnberger Grünen haben auf ihrer Mitgliederversammlung ihr Programm für die Kommunalwahl 2026 verabschiedet. Im Mittelpunkt stehen Themen, die viele Menschen in Nürnberg besonders bewegen: sichere öffentliche Räume, bezahlbarer Wohnraum, starke Kinder- und Jugendstrukturen, ein gutes Schulumfeld sowie wirksame Maßnahmen gegen zunehmende Hitze in der Stadt.
Ein zentrales Anliegen ist mehr Sicherheit im Alltag. Mit besserer Beleuchtung, sicheren Schulwegen, mehr Streetwork und niedrigschwelligen Beratungsangeboten wollen die Grünen den öffentlichen Raum so gestalten, dass Menschen sich dort zu jeder Tageszeit wohlfühlen können. Prävention statt Verdrängung soll dafür sorgen, dass Konflikte früh erkannt und entschärft werden.
Beim Thema Wohnen setzen die Grünen auf dauerhaft bezahlbare Mieten und den Erhalt stabiler Nachbarschaften. Genossenschaften sollen gestärkt und Leerstand konsequent bekämpft werden, damit Familien, Alleinerziehende und Menschen mit geringem Einkommen nicht aus ihren Vierteln verdrängt werden. Wohnungstauschprogramme und gemeinschaftliche Wohnformen sollen zusätzlich helfen, vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen.
Für viele Betriebe ist heute entscheidend, ob sie verlässliche Energiepreise, schnelle Verfahren und eine funktionierende Infrastruktur haben. Die Grünen wollen deshalb eine Stadt, in der Unternehmen auf klare Abläufe zählen können – von der Energieversorgung bis zur Genehmigung. Klimafreundliche Modernisierung soll dabei kein Hindernis sein, sondern ein Standortvorteil, der Innovation und Arbeitsplätze stärkt.
Für Kinder und Jugendliche enthält das Programm weitreichende Vorschläge: ein demokratisch legitimierter Jugendrat, moderne, sichere und gut erreichbare Treffpunkte sowie starke Jugendzentren. Ergänzt wird dies durch einen Ausbau von Kooperationen zwischen Schulen, Kultur und Sport sowie mehr Sicherheit im unmittelbaren Umfeld von Schulen. Besonders wichtig ist den Grünen ein gutes, gesundes und bezahlbares Schulessen an allen Schulen der Stadt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Umgang mit zunehmender Hitze. Zusätzliche Bäume, entsiegelte Flächen, neue Schattenorte und das Freilegen von Bächen sollen besonders stark belastete Quartiere entlasten und die Stadt im Sommer spürbar abkühlen. So soll Nürnberg widerstandsfähiger gegenüber Klimafolgen werden, ohne dass Lebensqualität verloren geht.
Auch die demokratische Beteiligung soll gestärkt werden. Die Grünen sprechen sich für demokratisch legitimierte Stadtteilparlamente aus, um Entscheidungen näher an den Lebensrealitäten der Menschen zu treffen und Engagement vor Ort besser einzubinden.
„Dieses Programm zeigt, wie Nürnberg in den kommenden Jahren gerechter, moderner und widerstandsfähiger werden kann. Klimaschutz, soziale Sicherheit und eine bürgernahe Demokratie gehören für uns zusammen. Nürnberg braucht jetzt klare Entscheidungen – und wir sind bereit, diese zu treffen“, sagt Marie Hartz, Vorsitzende des Kreisverbands.

Foto: Maret Illig
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