Unser Programm zur Kommunalwahl 2026

Liebe Nürnberger*innen,

unsere Stadt besitzt großes Potenzial für mehr Lebensqualität und ein starkes Miteinander. Nürnberg kann widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Starkregen, familienfreundlicher, besser erreichbar und insgesamt nachhaltiger werden.
Dafür wollen wir uns einsetzen – mit klaren Ideen, durchdachten Lösungen und der Bereitschaft, das zu stärken, was Nürnberg lebenswert macht.

Unser Programm ist in einem breiten Beteiligungsprozess entstanden. Es spiegelt in vielen Punkten unseren intensiven Austausch mit lokalen Verbänden, NGOs und Expert*innen wider. Viele Anregungen stammen direkt aus der Bürgerschaft- aus persönlichen Gesprächen, Nachrichten sowie einer umfangreichen Ideensammlung bei Stadtteilfesten und Infoständen im Sommer und Herbst 2025.

Wir sind überzeugt, dass Nürnberg in vielen Bereichen mehr erreichen kann: beim Klima- und Umweltschutz, bei bezahlbarem Wohnraum, in der Kultur, bei sicherer Mobilität, bei sauberen Straßen, bei zuverlässiger Betreuung. Damit diese Verbesserungen allen Menschen in unserer Stadt zugutekommen, ist Gleichstellung für uns eine grundlegende Voraussetzung – deshalb haben wir sie in allen Kapiteln dieses Programms mitgedacht.

Und wir glauben, dass Mut und Offenheit für Zukunftsthemen dabei eine wichtige Rolle spielen.

Die Stadt von morgen wird nicht mit den Rezepten von gestern entstehen. Es ist Zeit, gemeinsam unsere Stadt wieder neu zu erfinden.

Herzliche Grüße
Britta Walthelm

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Kapitel 1: GRÜN macht Nürnberg lebenswert und sicher

1a Grün MACHT Nürnberg ökologisch und nachhaltig

Wir machen Nürnberg grüner, kühler und noch lebenswerter. Insbesondere im Hinblick auf die großen ökologischen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen: Denn die Klimakrise mit Hitzeperioden und Starkregenereignissen und den damit verbundenen Folgen für Mensch, Tier und Natur fordert von uns neue Lösungen. Deshalb brauchen wir eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Umwelt- und Klimaschutz mit urbaner Lebensqualität verbindet und die notwendigen Maßnahmen zur Klimaanpassung ergreift. Unsere Vision ist eine Stadt, die auf Grün und Abkühlung setzt, Ressourcen schont, Mehrweg und Kreislaufwirtschaft fördert, Plastik vermeidet, Baustoffe recycelt, und saniert statt neu baut. Wir stehen für mehr Lebensqualität ein. Denn eine starke Umweltpolitik ist die Basis für eine lebenswerte Zukunft Nürnbergs.

Wir sorgen für besseres Stadtklima, indem wir

  • die Wärmeversorgung umbauen und fossile Brennstoffe ersetzen (s. Kapitel 1c).
  • auf den Ausbau von klimafreundlicher und inklusiver Mobilität setzen (s. Kapitel 1f).
  • mit zusätzlicher Begrünung für eine kühlere Stadt und bessere Luft sorgen.
  • mehr Wasserflächen in der Stadt schaffen, die die Stadt kühlen.
  • wichtige Kaltluftbahnen von Bebauung freihalten.

Wir schaffen mehr Grün in der Stadt, indem wir

  • mehr Bäume pflanzen und für ausreichend Bewässerung und Pflege sorgen. Dabei setzen wir besonders auf klimafeste Arten, um den nötigen Aufwand zu minimieren und gleichzeitig die Überlebenschancen der Bäume zu erhöhen.
  • Bürger*innen, die Bäume pflegen oder gießen, unterstützen und wertschätzen.
  • die Baumschutzverordnung überarbeiten, um vor allem alte Bäume besser zu schützen.
  • ein Netz von Grünrouten durch die Stadt führen, um wichtige Grün- und Erholungsräume miteinander zu verbinden.
  • vermehrt Pocketparks und Urban-Gardening-Projekte aufbauen.
  • die Nürnberger Kleingärten erhalten und neue schaffen.
  • uns dafür einsetzen, in dicht bebauten Stadtteilen Brachflächen anzukaufen und diese als Freiflächen zu sichern.
  • alle Möglichkeiten ausschöpfen, um mehr Grün auf privaten Flächen zu schaffen und unnötige Versiegelung zu vermeiden.

Wir schützen und fördern Natur in der Stadt, indem wir

  • Parks und Grünflächen ökologisch und insektenfreundlich pflegen und gestalten und dabei auch Rückzugsräume für Amphibien, Reptilien und Bodenbrüter schaffen.
  • Fassaden begrünen und damit Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter schaffen.
  • die Mahd von Straßenbegleitgrün auf das notwendige Minimum reduzieren und dabei auf tierschonende Methoden setzen, um Rückzugsräume und ein Futterangebot für Insekten zu erhalten.
  • die Biodiversitätsstrategie konsequent umsetzen.
  • Naturflächen wie die Ziegellach, das Gut Königshof, das Moorenbrunnfeld, die Sooswiesen im Gründlachtal und das Pegnitztal besser schützen und ökologisch aufwerten.
  • Flüsse und Bäche freilegen und die Uferbereiche unserer Gewässer naturnah gestalten.
  • Naturschutzverbände als wichtige Partner einbinden.
  • Biotoppflege- und Umweltbildungsprojekte aktiv fördern.

Wir verwerten Ressourcen in unserem Stadtgebiet optimal, indem wir

  • eine Ernährungsstrategie für Nürnberg umsetzen und dabei ganz besonders tierwohlkonforme, ökologische, regionale und saisonale Lebensmittel fördern. Zur Wissensvermittlung und Bündelung von Initiativen setzen wir auf ein Kompetenzzentrum für Ernährung („House of Food“).
  • die Kreislaufwirtschaftsstrategie konsequent umsetzen.
  • Baustoffrecycling durch eine Nürnberger Baustoffbörse fördern.
    – das Prinzip „Sanierung vor Neubau“ verbindlich verankern und Bauen im Bestand gerade auch in der Innenstadt – forcieren.
  • ein Zirkuläres Kaufhaus umsetzen und Initiativen wie Repaircafés, Upcycling und Tauschbörsen unterstützen.
  • Grünabfälle, Schnittgut und Biomüll energetisch verwerten, wo es möglich und sinnvoll ist.
  • Restmüll reduzieren und Abfälle besser trennen.
  • für weniger Müll im öffentlichen Raum sorgen. Dabei setzen wir auf Aufklärung, gezielte Reinigung kritischer Standorte, konsequente Verfolgung von Müllsünder*innen sowie höhere Strafen. Neue Ansätze, beispielsweise
  • uns weiterhin für eine Verpackungssteuer einsetzen und Mehrwegalternativen fördern.
Was bringt das für dich?
  • Du wohnst in einer sauberen Stadt mit vielen Grünflächen und Bäumen, die an heißen Tagen Abkühlung schaffen.
  • Deine Heimat bietet dir zahlreiche Naherholungsgebiete und ist und bleibt naturnah und damit auch Heimat für Tiere.
  • Dank einer funktionierenden lokalen Kreislaufwirtschaft kannst du Geld und Ressourcen zu sparen.

1b Grün MACHT Nürnberg ökologisch und ökonomisch stark

Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen sind kein Luxus, sondern eine dringende Notwendigkeit, um unsere Lebensgrundlagen und unseren Wohlstand zu sichern. Eine Vorreiterrolle Nürnbergs beim Kampf gegen und der Anpassung an den Klimawandel streben wir deshalb nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschafts- und standortpolitischen Gründen an. Dabei denken wir Klimaschutz stets zusammen mit Wirtschaft. Denn nur somit sichern wir Nürnberg als zukunftssichere und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt. Wir setzen daher die geplanten Maßnahmen konsequent um und stärken damit die regionale Wertschöpfung, erhöhen Nürnbergs Resilienz und machen uns unabhängiger von fossilen Energiequellen auf dem Weltmarkt.

Wir setzen uns weiter konsequent für Klimaschutz und Klimaanpassung ein, indem wir

  • den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen mit den unterschiedlichen Bedürfnissen von Nürnbergs Bürger*innen zusammendenken, vor allem mit Fokus auf Personengruppen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind – wie Kinder, Frauen, Senior*innen, sorgearbeitende Personen, Beschäftigte, die großteils im Freien arbeiten, sowie Menschen mit geringem Einkommen.
  • das Integrierte Klimaschutzkonzept mit hoher Priorität vorantreiben.
  • ein stadtweites Klimaanpassungskonzept mit konkreten Maßnahmen erstellen.
  • die Maßnahmen des Aktionsplans Starkregen, des Hitzeaktionsplans und des Hochwasserkonzepts umsetzen – und uns bei Hitzeanpassung auf belastete, dicht bebaute Stadtteile konzentrieren.
  • uns dafür einsetzen, alle infrastrukturellen Vorhaben sowie Großprojekte der Stadt gleichwertig auf ökologische, wirtschaftliche und soziale/kulturelle Aspekte zu prüfen.
  • nachhaltige Finanzierung (Sustainable Financing) einführen und die Einführung eines kommunalen Klimahaushalts prüfen.

Wir sorgen für eine naturnahe und klimaangepasste Stadtentwicklung, indem wir

  • Notwasserwege und Versickerungsmulden anlegen.
  • für die Versickerung von Regenwasser vor Ort sorgen („Schwammstadt“).
  • die Installation von Trinkbrunnen schneller umsetzen.
  • den Schutz vor Starkregen verstärken, indem wir unter anderem Infrastruktur besser schützen sowie für bessere Beratungsangebote sorgen werden.

Wir treiben grüne Stadtentwicklung und Hitzeschutz voran, indem wir

  • Plätze und städtische Flächen entsiegeln und so die Durchlüftung und Begrünung der Stadt verbessern.
  • unsere bestehenden Frischluftschneisen von Bebauung freihalten.
  • konsumfreie kühle Orte schaffen.
  • privates Engagement für Begrünung und Entsiegelung effektiv fördern.
  • uns für Bäume und Sonnensegel in der Altstadt einsetzen.
  • öffentliche Dachgärten als grüne Oasen nutzen.
  • die Urbane Gartenschau 2030 als Impuls für eine klimaresiliente und biodiverse Stadt umsetzen.
  • den Reichswald als grüne Lunge der Stadt erhalten und zum Klimawald umbauen.
  • Waldbrandvorsorge und -bekämpfung verbessern.

Wir fördern Klimabildung und Kommunikation, indem wir

  • die stadtweite Klimaschutzkampagne ausbauen und für verschiedene Gruppen der Stadtgesellschaft passend kommunizieren.
  • Beratung und Bildung bei Klimafragen vorantreiben (s. Kapitel Bildung unter 2h).
  • den städtischen Klimabeirat dauerhaft etablieren.
Was bringt das für dich?
  • Du bist dank naturnaher und klimaangepasster Stadtentwicklung besser vor Extremwetter wie Hitze und Starkregen geschützt.
  • Du wirst in deinem Engagement für eine grüne Stadt unterstützt.
  • Du wohnst in einer lebenswerten Stadt, die den Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität legt.

1c Grün MACHT Nürnberg klimaneutral

Wir möchten Nürnberg zusammen mit der Stadtverwaltung und ihren Töchtern konsequent, sozial ausgewogen, wirtschaftlich tragfähig und ökologisch wirksam auf den Weg zur klimaneutralen Stadt bringen. Die Energiewende ist für uns eine zentrale kommunale Gestaltungsaufgabe, die eine strategische Steuerung, klare Verantwortlichkeiten und messbare Ergebnisse benötigt.

Wir setzen daher auf den massiven Ausbau erneuerbarer Energien, auf klimafreundliche Technologien, auf eine zukunftssichere Wärmeinfrastruktur sowie
die energetische Sanierung des Gebäudebestands. Durch ganzheitliche Modernisierung steigern wir die Effizienz, reduzieren den Verbrauch fossiler Energien und entlasten Bürger*innen bei den Energiekosten. Das Integrierte Klimaschutzkonzept und die kommunale Wärmeplanung stellen dabei das Fundament für eine dekarbonisierte und gerechte Energieversorgung. Diese Investitionen schaffen Versorgungssicherheit, sichern Standortvorteile, fördern Innovation und sichern langfristig soziale Teilhabe durch stabile Energiepreise.

Wir bauen ein zukunftsfähiges erneuerbares Stromnetz im Stadtgebiet, indem wir

  • den Stromnetz-Ausbau in Kooperation mit den lokalen Versorgern ambitioniert vorantreiben und dabei vorhandene Infrastruktur effizient nutzen, Netze digitalisieren und Speicher integrieren.
  • Photovoltaik weiter gezielt ausbauen, beispielsweise auf Dachflächen und Parkplätzen.
  • uns für Prüfung einer Einführung einer kommunalen PV-Pflicht in Neubaugebieten starkmachen.
  • uns für die Nutzung vorhandener Standortpotenziale für Windkraftanlagen einsetzen.

Wir setzen die Wärmewende in Nürnberg konsequent um, indem wir

  • quartiersbezogene Sanierungs- und Energiekonzepte aktiv vorantreiben.
  • ein Austauschprogramm einführen, um Öl- und Gaskessel durch effektivere Heizformen ersetzen.
  • einen Transformationsplan für das Gasnetz erstellen.
  • das Fernwärmenetz im Stadtgebiet ausbauen und die Erzeugung durch Geothermie und Abwärmenutzung weiter dekarbonisieren.
  • die Großwärmepumpe am Klärwerk schnell implementieren und weitere Projekte wie Flusswasser-Wärmepumpen oder dezentrale Pufferspeicher vorantreiben.

Wir bauen die Stadtverwaltung klimaneutral um, indem wir

  • die Energiewende mit städtischen Eigenbetrieben und Tochtergesellschaften gestalten, indem wir uns auf klimaneutrale Stadtentwässerung und Dekarbonisierung der Müllverbrennung konzentrieren.
  • wir die Abscheidung von CO2 aus Klärgas-Blockheizkraftwerken in Gewächshäusern und als Mieterstrom bei der städtischen Wohnungsgesellschaft nutzen.
  • die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet komplett auf LED umstellen.
  • den städtischen Gebäudebestand und Fuhrparks mit Nachdruck klimaneutral umbauen und in diesem Zuge nötige Investitionen veranlassen.
  • ein klimafreundliches städtisches Beschaffungs- und Dienstleistungswesen einführen.

Wir gestalten die Energiewende sozial gerecht, indem wir

  • die städtischen Beratungsangebote zu Energie(-effizienz) ausbauen.
  • ein Qualifizierungsprogramm zu PV, Wärmepumpen sowie minimal-investiven Maßnahmen – auch für Menschen mit niedrigem Einkommen – umsetzen.
  • ein Klima- und Energieberatungszentrum einrichten.
  • die Balkonsolar-Förderung mit dem städtischem Energiesparprojekt verknüpfen.
  • Bürger*innenbeteiligung bei der Planung fördern und Bürgerenergieprojekte unterstützen.

Wir setzen uns aktiv für die regionale Energiewende ein, indem wir

  • gemeinsam mit der N-Ergie Stadt-Land-Kooperationen für Leitprojekte für Speichertechnologie, Elektrolyse und flexible Tarife vorantreiben.
  • einen „Klimapakt“ mit Nürnberger Unternehmen und Nürnberg verbundenen
    Global Playern wie NürnbergMesse schließen.
  • Nürnbergs aktive Rolle in der Metropolregion im Bereich der Energiewende und wirtschaftlicher Modernisierung ausbauen.
Was bringt das für dich?
  • Du profitierst von einer stabilen und fairen Energieversorgung.
  • Du wohnst in einer Stadt, die sorgsam mit Ressourcen umgeht und alle Bürger*innen bei der Energiewende mitdenkt.
  • Dir stehen Beratungs- und Förderangebote in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energie- und Wärmeplanung zur Verfügung.

1d Grün MACHT Nürnberg zur Stadt für alle

Wir setzen uns für eine nachhaltige Stadtentwicklung ein, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich zukunftsfähig ist. Unser Ziel ist eine lebenswerte und sichere Stadt für alle Generationen – klimafreundlich, sozial gerecht und naturverbunden. Eine gute Stadtplanung sichert das Grundrecht auf Freiraum, denkt Gleichstellung mit, gestaltet den Wandel hin zu einer Stadt im Grünen aktiv und bringt gleichzeitig Wohnraum, Mobilität und Lebensqualität miteinander in Einklang.

Wir stehen daher für

  • eine grüne, naturnahe Stadt, die reich an Parks, Spielplätzen und Gewässern ist.
  • Erholungsräume für Mensch, Tier und Natur.
  • eine Stadt am Wasser, die im Sommer angenehm kühl ist.
  • lebendige, familien-, kinder- und seniorenfreundliche Quartiere, die Vielfalt im Wohnen und Leben ermöglichen, gerade auch für Menschen mit Beeinträchtigungen.
  • eine kinder- und elternfreundliche Stadtentwicklung mit komfortablen Gehwegen, die breit genug für Kinderwägen sind, schattigen Spielplätzen und ausreichend öffentlichen Toilettenräumen.
  • bezahlbaren Wohnraum, besonders für Menschen mit geringem Einkommen.
  • die Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch qualitätsvolle öffentliche Räume und Begegnungsorte.
  • eine Stadt der kurzen Wege, die es allen ermöglicht, innerhalb von fünfzehn Minuten von zu Hause eine Einkaufsmöglichkeit, eine Grünfläche und soziale oder kulturelle Infrastruktur erreichen.
  • gemeinwohlorientiertes Bauen mit einfachen und schnellen Genehmigungsverfahren und Priorität für Projekte mit sozialem und ökologischem Mehrwert.
  • Sicherheit und Sichtbarkeit: Öffentliche Räume sollen so gestaltet sein, dass sich alle Menschen sicher und willkommen fühlen – auch nachts und in wenig frequentierten Bereichen.

Wir setzen wir auf eine behutsame Weiterentwicklung bisheriger Stadtstrukturen, indem wir

  • weiter unseren Alternativplan zum Frankenschnellweg verfolgen (s. Kapitel Verkehr unter 1f).
  • der städtischen Innenentwicklung Vorrang vor Flächenfraß geben.
  • Uns zum Beschluss „Grün und lebenswert“ des Stadtrats bekennen.
  • einer Ausweisung von neuem Bauland kritisch gegenüberstehen.
  • Brachflächen und Baulücken für Wohnungsbau, aber auch für Grün- und Freiflächen in Quartieren mit Defiziten umnutzen.
  • städtische Handlungsrahmen wie Baugebote maximal ausnutzen, um Situationen wie gegenwärtig am Aufseßplatz zu verhindern.
  • Flächenverschwendung wie große Supermarktparkplätze stoppen und – wo möglich – rückgängig machen.
  • vorrangig dort nachverdichten, wo die bestehende Infrastruktur das kompensieren kann.
  • Freiflächen schaffen, wo Menschen sie dringend brauchen.

Wir ergreifen Maßnahmen für eine lebendige Altstadt, indem wir

  • Bäume pflanzen und so schattenspendende Plätze schaffen.
  • die Fußgängerzone noch weiter ausweiten, beispielsweise an der Bergstraße.
  • Wasserflächen in der Innenstadt schaffen, indem wir Bäche freilegen. So schaffen wir Kühlung in der Stadt und stärken zusätzlich den historischen Charakter der Innenstadt weiter.
  • das Kaufhof-Areal zusammen mit dem City Point so entwickeln, dass ein Mehrwert für alle entsteht.
  • die Königstraße baulich zu einer Fußgängerzone umgestalten.
  • das Marktgeschehen auf dem Hauptmarkt weiterhin fördern.
  • einen Fahrradring um die Altstadt schaffen.
Was bringt das für dich?
  • Eine sichere Stadt, die dir kurze Wege und Abkühlung an heißen Tagen bietet.
  • Eine bessere Infrastruktur – unabhängig davon, ob du zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist.
  • Eine lebenswerte Stadt, in der du schnell im Grünen bist und der öffentliche Raum eine hohe Aufenthaltsqualität hat.

1e Grün MACHT Nürnbergs Wohnraum sozial und gemeinwohlorientiert

Nürnberg wächst immer weiter. Durch Fehlbelegungen, explodierende Baukosten und steigende Mieten wird es immer schwerer, in Nürnberg bezahlbaren Wohnraum zu finden. Entschlossenes politisches Handeln ist deshalb dringender denn je. Die Stadt muss ihre Schlüsselrolle deshalb annehmen und gezielt und dauerhaft in die Schaffung von sozialem, bezahlbarem Wohnraum investieren und bestehende Strukturen stärken. Wir verbinden soziale Wohnungspolitik mit ökologischer Verantwortung für ein bezahlbares, klimagerechtes, und zukunftsfähiges Wohnen in Nürnberg für alle. Denn eines ist für uns völlig klar: Wohnen darf kein Luxus sein – es ist ein Menschenrecht.

Wir engagieren uns dafür, dass Wohnen kein Luxus ist, indem wir

  • den Bau von geförderten und dauerhaft bezahlbaren Mietwohnungen durch Priorisierung bei der Planung deutlich beschleunigen.
  • gemeinwohlorientierten Wohnungsanbieter*innen wie Genossenschaften oder sozialen Wohnprojekten bei der Vergabe von Bauflächen und Wohnungsförderung weiterhin Vorrang gewähren.
  • die 40-Prozent-Quote für sozialen Wohnraum bei städtebaulichen Verträgen verteidigen und mittelfristig weiter erhöhen.
  • bestehende Sozialbindungen langfristig erhalten und sichern.
  • städtische Grundstücke vorrangig in Erbpacht vergeben, um Bodenspekulation einzudämmen und den Zwecken der Allgemeinheit zu dienen.
  • als Bestandteil einer Bodenvorratspolitik eine Vorkaufsrechtssatzung für große leerstehende Grundstücke aufstellen.
  • Brachflächen in die Wohnraumplanung einbeziehen.
  • ein zentral gesteuertes kommunales Leerstandsmanagement aufstellen, welches die Möglichkeiten der Nürnberger Zweckentfremdungssatzung konsequent anwendet, um leerstehenden Wohnraum nutzbar zu machen.
  • die Zweckentfremdung von Wohnraum, beispielsweise für Tourismus, eindämmen.
  • die Einführung kommunaler Mietpreisregelungen prüfen.
  • beim Neubau noch stärker auf eine gesunde soziale Durchmischung der Quartiere drängen.
  • innovative Konzepte wie Wohnungstauschkonzepte forcieren (s. Kapitel Senior*innen unter 3d).
  • alternative gemeinschaftliche und inklusive Wohnkonzepte fördern.
  • Gruppen mit besonderen Bedürfnissen bei der Planung stärker in den Blick nehmen.
  • auf maßvolle Nachverdichtung unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten setzen.
  • erschwinglichen und berufsschulnahen Wohnraum für Auszubildende schaffen.
Was bringt das für dich?
  • Bezahlbaren Wohnraum, der zu deinen Bedürfnissen passt und vor Spekulationen geschützt ist.
  • Alternative Wohnkonzepte, die dir die Möglichkeit bieten, in einem vielfältigen Umfeld zu leben.

1f Grün MACHT Nürnbergs Verkehr sicher, bequem und gerecht

Eine ganzheitliche Stadtentwicklung funktioniert nur dann, wenn städtebauliche Ziele mit einer modernen Verkehrspolitik kombiniert werden, bei der der Mensch im Vordergrund steht. In Nürnberg sollen sich alle Verkehrsteilnehmer*innen sicher fühlen, wenn sie sich durch die Stadt bewegen. Ein qualitativ
hochwertiger öffentlicher Nahverkehr und ein gutes sowie lückenlos ausgebautes Netz an Fahrradwegen sorgen für Unabhängigkeit vom eigenen Auto – auch bei längeren Strecken. Für Fußgänger*innen stehen breite Wege bereit, sodass keine Konflikte mit Radfahrer*innen bestehen. Baustellen sind so eingerichtet, dass sich dort auch Kinder und mobilitätseingeschränkte Personen gut und sicher bewegen können. Dafür beschleunigen wir die Umsetzung des aus dem Radentscheid 2020 hervorgegangenen Mobilitätsbeschlusses und stärken die dafür nötigen Verwaltungseinheiten.

Wir machen den Fußverkehr sicherer, indem wir

  • Rad- und Fußwege voneinander trennen.
  • uns für breite Gehwege einsetzen, die frei von Hindernissen sind.
  • angeordnetes Gehwegparken zurücknehmen.
  • für übersichtliche Kreuzungsbereiche durch mehr Kontrolle von Falschparker*innen sorgen.
  • uns für fußgänger*innenfreundliche Ampelphasen einsetzen.
  • für mehr Zebrastreifen sorgen.
  • das Projekt fußgängerfreundliche Stadtteile mit Bürgerbeteiligung fortsetzen.
  • uns weiterhin für sichere Schulwege engagieren.
  • eine bessere Berücksichtigung von Fußgänger*innen an Baustellen weiterverfolgen.

Wir verbessern die Infrastruktur für den Radverkehr, indem wir

  • ein engmaschiges Radwegenetz mit lückenlosen, sicheren und breiten Radwegen schaffen.
  • Radvorrangrouten und Radschnellwege mit Grünen Wellen bauen.
  • Radstreifen baulich trennen oder schützen.
  • Fahrradabstellmöglichkeiten weiter ausbauen.
  • VAG_Rad inklusive Lastenräder weiter ausbauen.
  • Radfahrer*innen an Baustellen besser berücksichtigen werden.
  • den Altstadtring für Radfahrer*innen zügig realisieren.

Wir stärken den öffentlichen Nahverkehr, indem wir

  • die Stadt-Umland-Bahn bauen
  • das Straßenbahnnetz um Neubaustrecken in die Gartenstadt, nach Lichtenreuth und zum Südklinikum sowie langfristig nach Kornburg erweitern.
  • mit der Reaktivierung der Gleise in der Pirckheimer Straße und kurzen Neubauabschnitten in Wöhrd und St. Peter sämtliche Hochschulstandorte in Nürnberg und Erlangen miteinander verbinden
  • für ein tägliches ÖPNV-Angebot rund um die Uhr kämpfen.
  • und eine Altstadtquerung per Straßenbahn für neue umsteigefreie Verbindungen vorantreiben.
  • die Aufenthaltsqualität in den Fahrzeugen sowie an Haltestellen verbessern, insbesondere an wichtigen Umsteigepunkten wie dem Plärrer.
  • Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit durch eigene Trassen, Busspuren und Vorrangschaltungen verbessern.
  • vom Freistaat einen Ausbau des S-Bahn-Netzes um weitere Strecken und für einen 15-Minutentakt sowie
  • eine S-Bahn-Stammstrecke zwischen Fürth und Frankenstadion zur verstärkten innerstädtischen Nutzbarmachung der S-Bahn einfordern.
  • uns für einen Ausbau des Busangebots statt einer weiteren Ausdünnung einsetzen.
  • ein Pilotprojekt mit autonom fahrenden Bussen und Straßenbahnen starten.
  • das Tarifsystem vereinfachen, indem wir das Sozialticket sichern, Kinder und Schüler*innen ins Deutschlandticket integrieren, Familien bei der Ticketstruktur mitdenken sowie Mitnahmeoptionen erweitern.
  • Sportvereine, Berufsschulen und Betriebe mit Azubis bei der Angebotsplanung stärker berücksichtigen.

Wir sorgen für weniger und sauberen Autoverkehr, indem wir

  • die öffentliche Ladeinfrastruktur stärken.
  • die Schaffung privater Ladeinfrastruktur beispielsweise mit zentralen Beratungsstellen unterstützen.
  • ein Ladekonzept für E-Taxis schaffen.
  • Anreize für mehr E-Autos im Carsharing setzen.
  • LKW-Verkehr möglichst auf Cargo-Bikes und die Schiene verlagern.
  • Parkraum durch mehr Bewirtschaftung und Digitalisierung effektiver nutzen und damit Parksuchverkehr reduzieren.
  • Mobilitätspunkte mit Carsharing ausbauen.
  • Parkplätze und Parkhäuser für Quartiersparken unter Berücksichtigung des Bedarfs an Frauen-, Familien- und Behindertenparkplätzen ertüchtigen.

Wir werden die Verkehrssicherheit ausbauen, indem wir

  • Schulstraßen zur Schulwegsicherung ausweisen.
  • mehr verkehrsberuhigte Bereiche schaffen.
  • die kommunale Verkehrsüberwachung weiter ausbauen.
  • Tempo 30 ausweiten und Durchgangsverkehr in Wohnstraßen unterbinden.
  • das Erfolgskonzept des Superblocks Gostenhof auf weitere Stadtteile ausweiten.

Wir werden Fluglärm minimieren, indem wir

  • ein echtes Nachtflugverbot zum Schutz der Anwohner*innen schaffen.
  • Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern.
  • die Fluglärmkommission stärken.

Wir setzen am Frankenschnellweg einen kompakte Stadtstraße mit einem großen Stadtteilpark um, denn dieser

  • beendet den Stau
  • rettet hunderte Bäume vor der Rodung.
  • schafft eine neue innerstädtische Grünanlage.
  • betreibt Stadtreparatur, indem St. Leonhard und Gostenhof verbunden werden.
  • ermöglicht komfortable Fuß- und Radwege.
  • halbiert die Bauzeit und reduziert Umleitungsverkehre.
  • entlastet den Stadthaushalt um hunderte Millionen Euro.
Was bringt das für dich?
  • Sichere Verkehrswege, weil du als Fußgänger*in oder Fahrradfahrer*in ausreichend Platz zur Verfügung hast.
  • Bequeme Mobilität und schnelleres Vorankommen, weil du aus verschiedenen Angeboten wählen und diese unkompliziert miteinander kombinieren kannst.
  • Eine bessere Infrastruktur für dein E-Auto sowie mehr Möglichkeiten, Car-Sharing in Anspruch nehmen zu können.

1g Grün MACHT Nürnberg sicher und frei als Stadt der Menschenrechte

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis aller, gleichzeitig auch Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben. Nürnberg gilt als eine der sichersten Großstädte in Deutschland und dennoch fühlen sich nicht alle Menschen hier sicher. Daher ist es unser Ziel, den öffentlichen Raum für sämtliche Belange zu einem sicheren Ort zu machen.

Nürnberg ist Stadt der Menschenrechte, aber auch Stadt der Festivals und der Demonstrationen. Im öffentlichen Raum gilt das alles mit der nötigen Sensibilität unter einem Hut zu bringen. Wir wissen, dass wir nur gemeinsam mit Polizei, Sicherheitsbehörden, Zivilgesellschaft und Bürger*innen gute und langfristige Lösungen finden können. Entsprechend verfolgen wir den Ansatz: so viel Prävention wie möglich, so wenig Repression wie nötig. Wir setzen uns deshalb für mehr Sichtbarkeit von Präventions- und Konfliktlösungsangeboten im öffentlichen Raum ein. Diese entwickeln nachhaltig das Vertrauen. Dabei kommt der Achtung der Menschenwürde eine besondere Bedeutung zu. Niemand darf ausgegrenzt, vertrieben oder benachteiligt werden. Mit uns gibt es keine Vertreibung von suchtkranken Menschen und keine Trennung von bestimmten Bevölkerungsschichten.

Wir schützen die Persönlichkeitsrechte im öffentlichen Raum. Videobeobachtung darf deshalb nur mit klarer Begründung, transparenter Kontrolle, striktem Datenschutz und nur solange wie notwendig eingesetzt werden. Wir denken Sicherheit breit und beziehen in unsere Konzepte auch soziale Sicherheit und sichere Lebensräume mit ein.

Wir sorgen für Sicherheit, indem wir

  • das Nürnberger Modell ausbauen und eng mit der Stadt, Polizei und Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten und dies mit sozialen Trägern und mit der Zivilgesellschaft ergänzen.
  • weiterhin eine kritische und konstruktive Zusammenarbeit und kontinuierlichen Austausch mit der Polizei anstreben, die für uns eine tragende Säule des kommunalen Sicherheitssystems ist.
  • neben der Berufsfeuerwehr ehrenamtliche Strukturen wie THW und freiwillige Feuerwehr unterstützen, ohne die in der Stadt keine Sicherheit und Reaktionsfähigkeit vorstellbar wäre.
  • runde Tische in den Stadtteilen ausbauen und das Thema Sicherheit bei Bürger*innenversammlungen konstruktiv thematisieren.
  • mehr Streetworker*innen einsetzen

Wir setzen uns für einen sicheren öffentlichen Raum ein, indem wir

  • uns der Sicherheit am und rund um den Hauptbahnhof widmen. Dazu starten wir mit allen Zuständigen (Bahn, Polizei, Wohlfahrtsverbände) einen breit angelegten Beteiligungsprozess.
  • die Beleuchtung im öffentlichen Raum ausbauen.
  • neben dem Außendienst der Stadt Nürnberg (ADN) den Ausbau des kommunalen Konfliktmanagements fördern.

Wir machen die digitale Welt sicherer, indem wir

  • Aufklärungskampagnen zu Cybermobbing, Hassbotschaften und Betrugsmaschen im Internet starten. Für die Gefahren sensibilisieren wir insbesondere Kinder, Jugendliche und Senior*innen
  • in Kooperation mit Schulen und Bildungseinrichtungen die Medienkompetenz und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien fördern.
  • niedrigschwellige Beratungsangebote für Betroffene unterstützen.

Wir machen Spielplätze schöner und sicherer, indem wir

  • sie gut beleuchten, abgrenzen und übersichtlich gestalten, ohne tote Winkel.
  • sie mit Bänken, Trinkwasserbrunnen und öffentlichen Bio-Toiletten ausstatten.
  • Nutzungsregeln sichtbar machen: Altersangaben zur Benutzung der Spielgeräte, Notrufnummern, Verhaltenstipps.
  • uns verstärkt um Sauberkeit kümmern.

Wir setzen uns für den Schutz von Frauen ein, indem wir

  • Aufklärung und Sanktionen für die wachsende häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen sowie eine Erfassung der Zahlen in die polizeiliche Kriminalstatistik fordern,
  • uns um die finanzielle Unterstützung von Frauenberatungsstellen und Hilfesysteme kümmern.
  • das Frauenhaus um mehr Plätze erweitern.
  • die Täterarbeit ausbauen und dabei auf Sensibilisierung bereits im Schulalter setzen.
  • jedem Mädchen die Teilnahme an einem Selbstverteidigungskurs ermöglichen werden.

Wir machen Feiern sicher, indem wir

  • Awareness Teams in Clubs, auf Festivals, Kulturevents einsetzen und diese mittels Informationen über Hilfesysteme und Code-Words unterstützen.
  • ein digitales Meldesystem einsetzen, mit dem Gäste anonym per QR-Code Vorfälle melden können.
  • eine böllerfreie Feierkultur ermöglichen und als Alternative zum Feuerwerk Lasershows anbieten.
  • für einen sicheren Heimweg in Form von Begleitservice und Frauennachttaxis mit weiblichen Fahrerinnen sorgen.

Wir sorgen für sichere Demonstrationen, indem wir

  • auf transparente Polizeikommunikation und Abstimmung im Vorfeld von Demonstrationen setzen, beispielsweise durch die Abstellung einer festen Ansprechperson für die Demonstrierenden
  • auf die Vermeidung von unnötigen Risikofaktoren durch Demonstrierende und Polizei, insbesondere den Einsatz von Polizeipferden, drängen.
  • uns für eine sensible Abstimmung von Demonstrationsrouten einsetzen.
  • eine digitale Beweissicherung fordern, damit Vorfälle während der Demonstrationen dokumentiert und lückenlos aufgearbeitet werden können.
  • Erinnerungsorte und symbolische Orte der Menschenrechtsarbeit vor menschen- und demokratiefeindlichen Veranstaltungen schützen
  • und weshalb wir auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgeländer eine „Demokratiemeile“ einführen.

Wir setzen auf menschenwürdige Lösungen statt Vertreibung, indem wir

  • uns um obdachlose Menschen kümmern und verstärkt auf Begleitung durch Sozialpädagog*innen setzen, kurz- und mittelfristige Unterbringungsangebote organisieren und in der Wohnungsfindung unterstützen.
  • bei Suchtkranken auf Aufklärung und klare Regeln setzen und
  • uns deswegen weiter für Drogenhilferäume einsetzen.
  • weiterhin Beratungsstellen für Sexarbeiterinnen zu den Themen Erwerbsarbeit, Diskriminierungs- und Gewaltschutz sowie Ausstiegsberatung unterstützen
  • strikt gegen Zwangsarbeit vorgehen.
Was bringt das für dich?
  • Du kommst in der Nacht immer sicher nach Hause.
  • Dein Kind kann sicher auf dem Spielplatz unterwegs sein und dabei kannst gut auf sie/ihn aufpassen und dich dabei bequem hinsetzen.
  • Du kriegst schnell und niederschwellig Unterstützung, ob du Mobbing erfährst, unter (häusliche) Gewalt leidest oder eine Suchterkrankung hast.

Kapitel 2: GRÜN macht Nürnberg zuverlässig und zukunftsfähig

2a Grün MACHT Nürnberg modern durch Digitalisierung und Entbürokratisierung

Unsere Vision ist eine Verwaltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und den Alltag leichter macht. Digitalisierung ist dabei der Schlüssel: Sie schafft Transparenz, beschleunigt Abläufe und ermöglicht echte Entbürokratisierung.

Wir wollen eine Verwaltung, die verständlich und auf Augenhöhe kommuniziert sowie überall erreichbar ist – digital, telefonisch und direkt in den Stadtteilen. Sie soll den Bürger*innen Orientierung geben, Vertrauen schaffen und die Vielfalt Nürnbergs widerspiegeln.

Eine moderne Verwaltung ist Motor für Zusammenhalt, Innovation und Teilhabe. Mit ihr gestalten wir eine Stadt, in der sich alle Nürnberger*innen willkommen fühlen und in der Zukunftsaufgaben wie Klimaschutz, demographischer Wandel und mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz verantwortungsvoll angegangen werden.

Wir stärken die Verwaltung, indem wir

  • uns für einheitliche Vergabekriterien für Stadt und Eigenbetriebe einsetzen.
  • Ausschreibungen um zusätzliche Kriterien zu Klima- und Ressourcenschutz, Ausbildung, Familienfreundlichkeit, Regionalität ergänzen.
  • auf Tarifbindung als Voraussetzung für öffentliche Aufträge setzen.
  • transparente Entscheidungswege und Finanzen für alle Bürger*innen nachvollziehbar nach internationalen Standards einführen.
  • Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit bei allen Ausgaben zugrunde legen (Gender-Budgeting).

Wir setzen uns für Vielfalt in der Verwaltung ein, indem wir

  • unterschiedliche Hintergründe und Lebensläufe der Mitarbeitenden als eine Ressource sehen, und dadurch die Servicequalität verbessern.
  • Frauen* in Führungspositionen auf allen Ebenen stärken und Führung in familiengerechter Teilzeit ermöglichen.
  • junge Menschen für den öffentlichen Dienst gewinnen und Nürnberg als Arbeitgeber attraktiv machen – mit Weiterbildung für digitale Kompetenzen und zeitgemäßen Arbeitsplätzen.
  • die Ausländerbehörde zu einer echten Willkommensbehörde umgestalten: mit klarer Termintransparenz, mit verständlichen Informationen in mehreren Sprachen sowie mit einem klaren Beschwerdeweg (s. Kapitel 3h).
  • öffentliche Stadtratssitzungen im Sinne der Barrierefreiheit online übertragen und in Gebärdensprache übersetzen.

Wir kümmern uns um beschleunigte Services durch Digitalisierung, indem wir

  • auf Kommunikation auf Augenhöhe, in verständlicher Sprache, barrierefrei und, wo sinnvoll, mehrsprachig setzen.
  • Formulare und Bescheide in Leichter Sprache mit erläuternden Begleitblättern zur Verfügung stellen.
  • dafür sorgen, dass Protokolle der öffentlichen Sitzungen des Stadtrates und von dessen Ausschüssen im Internet einsehbar sind.
  • eine Erreichbarkeits-Offensive starten: telefonisch, digital und mit Bürgerbüros in allen Stadtteilen.
  • uns für eine transparente Terminvergabe und mit einem jederzeit einsehbaren Bearbeitungsstand mit Live-Status je Vorgang einsetzen.
  • digitale Anträge kombinierbar mit persönlicher Beratung machen und bei komplexen Fällen Möglichkeiten schaffen, direkt mit Ansprechpersonen zu kommunizieren.
  • Chatbots und digitale Plattformen für schnelle Orientierung einrichten.
  • konsequent Bearbeitungsrückstände durch Prozessverbesserungen und geeigneten KI-Assistenz abbauen – gleichwohl gibt es keine automatisierte Ablehnung existenzsichernder Leistungen.
  • ein zentrales Bürger*innen-Konto mit sicherem Postfach, BundID-Anbindung
    und „Once-Only“ (Stammdaten nur einmal angeben) anlegen.
  • bei der Auswahl von KI Systemen auf Datensparsamkeit und ausschließlich auf Verarbeitung auf europäischen Servern setzen.

Wir machen Nürnberg zur digitalen Vorreiterstadt, indem wir

  • einen Masterplan Digitalisierung mit Transparenzsatzung und Cybersicherheitsstrategie aufsetzen.
  • digitale Souveränität voranbringen und – wo fachlich und wirtschaftlich sinnvoll – auf Open-Source-First setzen
  • ein Open-Source-Cluster in und um Nürnberg schaffen und regionale IT-Unternehmen für Versorgungssicherheit stärken sowie auf Datenschutz und lokale Wertschöpfung setzen: OSPO Nürnberg (Open-Source-Program-Office) für Qualität, Nachnutzung und Veröffentlichung städtischen Codes
  • Datensicherheit und Datenschutz bei allen digitalen Angeboten höchste Priorität einräumen und regelmäßige Sicherheits-Stresstests für alle städtischen Dienste und klare Meldewege veranlassen
  • OZG- und Länder-Kompatibilität: Anbindung an Servicekonto/BundID; Fahrplan bis 2029 für medienbruchfreie Leistungen.

Wir statten Bürgerämter modern und gut aus, indem wir

  • auf adäquate Ausstattung mit Hitzeschutz, Kinderecken, Wickelmöglichkeiten und Wasser-Refill-Stationen setzen.
  • alle Bürgerämter einem Barrierefreiheits-Update inklusive Self-Service-Terminals und Videoberatung unterziehen.
  • uns für mobile und Pop-up-Bürgerämter, die die Services direkt in die Stadtteile bringen, einsetzen.
  • das Angebot um digitale Bürger:innenbüros in den Stadtteilen ergänzen.
Was bringt das für dich?
  • Du kriegst schnell einen Termin und kannst den Bearbeitungsstand deiner Anträge immer einsehen.
  • Die Stadtverwaltung ist für dich erreichbar, wie es zu deinem Leben passt: telefonisch, digital oder persönlich in deinem Stadtteil.
  • Du kannst dich unbürokratisch beraten lassen: telefonisch, per Video oder in einem Chat.

2b Grün MACHT Nürnberg stark durch Bürger*innenbeteiligung und Ehrenamt

Eine starke Demokratie lebt davon, dass Menschen mitgestalten, ihre Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen. Bürger*innenbeteiligung schafft Vertrauen, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gibt Nürnberg eine gemeinsame Identität. Als basisdemokratische Mitmachpartei wissen wir, wie das funktioniert. Wir nehmen Anliegen ernst, schaffen Transparenz und öffnen Räume für Austausch.

Wir sorgen für Transparenz und Teilhabe, indem wir

  • uns weiter dafür einsetzen, Sitzungen des Stadtrates per Livestream zu übertragen.
  • die Bürgerversammlungen mit dem Ziel einer besseren Repräsentanz der jeweiligen Stadtteile modernisieren. Hierfür setzen wir auf niederschwellige Information und Mitwirkung, indem wir alle Bevölkerungsgruppen gezielt mitdenken und ansprechen.
  • Uns unter Beteiligung der bestehenden Bürgervereine für die Schaffung von demokratisch legitimierten Stadtteilparlamenten einsetzen.
  • Ehrenamt und Vereine stärken – digital wie analog, mit weniger Bürokratie und mehr Anerkennung.
  • feministische Vereine und Angebote fördern und das Feministische Zentrum unterstützen.
  • dafür sorgen, dass Ehrenamt und Beteiligung mit Sorgearbeit vereinbar werden, u.a. durch Kinderbetreuung, familienfreundlichen Uhrzeiten bei Veranstaltungen oder hybride Formate.
  • Bürgervereine in der Gestaltung des demographischen Wandels sowie in der digitalen und analogen Infrastruktur unterstützen, damit diese generationsübergreifend attraktive Orte der Mitbestimmung bleiben.
  • Bürger*innenbeteiligung als Format der direkten Demokratie weiter erproben und wo es sinnvoll ist, verstetigen.
  • nach dem Vorbild der Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Nürnberg repräsentativ geloste Bürger*innenräte auch in anderen Themenbereichen einsetzen.
  • die Jugendbeteiligung weiterentwickeln und einen starken, vielfältigen Jugendrat einsetzen (s. Kapitel Kinder und Jugend unter 3b)
Was bringt das für dich?
  • Du kannst auch mit deinem Kind an einer Bürger*innenversammlung teilnehmen.
  • Durch neue Beteiligungsformate hast du die Möglichkeit, direkt auf die Stadtpolitik Einfluss zu nehmen.
  • Als Jugendliche*r kannst du im Jugendrat Demokratie ausprobieren und mitgestalten.

2c Grün MACHT Nürnberg erstklassig – auf dem Spielfeld und darüber hinaus

Sport befreit, stärkt die Gesundheit und verbindet Menschen. Die vielen Engagierten in Nürnbergs Sportvereinen leisten dabei weit mehr als Trainingsarbeit: Sie vermitteln Werte wie Fairness, Weltoffenheit und Solidarität und machen Sport so zu einem wichtigen Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Nürnberg ist eine Sporthochburg – und das wollen wir gezielt weiterentwickeln. Dazu gehört, dass wir Sportangebote für alle zugänglich machen, unabhängig von persönlichen Voraussetzungen, z. B. Geschlecht, Herkunft oder körperlichen Voraussetzungen. Gleichstellung und Inklusion sind dabei unser Leitprinzip. Gleichzeitig verlagert sich ein Teil des Sports ins Digitale – ob über Online-Trainings, Streaming von Spielen oder digitale Vereinsorganisation. Wir wollen diese Entwicklungen aktiv unterstützen und klare rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, damit Sport auch im Netz sicher und fair bleibt.

Wir setzen uns für ein neues Stadion für den Club ein,

  • weil Nürnberg damit die Möglichkeit hat, den Zuschlag für große internationale Spiele zu erhalten
  • und kümmern uns gleichzeitig um den Schutz und Erhalt des Naherholungsgebiets am Dutzendteich, weshalb wir eine Ausweitung von zusätzlichen Spielflächen ablehnen.

Wir ermöglichen Sport für alle, indem wir

  • den Schulschwimmunterricht für Grundschüler:innen gemeinsam mit Vereinen und Rettungsorganisationen unterstützen, damit jedes Kind bis Ende der Grundschule schwimmen kann.
  • Vereine finanziell unterstützen und Trainingsbedingungen verbessern.
  • Mädchen in den Fokus rücken und für sie bessere Trainingszeiten, attraktive Vereinsstrukturen und Gleichberechtigung im Sport schaffen.
  • uns dafür einsetzen, Sportangebote kostenlos, barrierefrei und zu jeder Tageszeit frei zugänglich auszubauen.
  • Para(leistungs)sport in Nürnberg fest verankern.
  • Vereinsleben und Ehrenamt bereits ab einem frühen Alter unterstützen
  • Ehrenamtliche durch Aus- und Fortbildungen stärken, z.B. mit Antirassismus-Trainings.
  • Mentor*innenprogramme etablieren und mehr Frauen* in Vorstände bringen.
  • die Gemeinnützigkeit von E-Sport-Vereinen unterstützen und für mehr Sichtbarkeit sorgen – zum Beispiel durch das regelmäßige Austragen von E-Sports-Finals in Nürnberg.
Was bringt das für dich?
  • Dein Kind kann spätestens bis Ende der Grundschule schwimmen.
  • Du findest immer zu deinem Tagesablauf passend bezahlbare Sportangebote.
  • Du kannst in deiner Heimatstadt erstklassige Fußballspiele in einem modernen Stadion genießen.

2d Grün MACHT Nürnberg zur Kulturstadt der Zukunft

Nürnberg ist ein kulturelles Zentrum mit einem breiten Angebot: weltbekannte Festivals, renommierte Orchester, Theater und Museen, eine lebendige freie Szene sowie eine gelebte Erinnerungskultur bilden ein starkes Fundament. Darauf können wir aufbauen – denn Nürnberg hat das Potenzial, die Kulturstadt der Zukunft zu sein.

Kultur ist für uns Motor für Demokratie und Zusammenhalt und kein Elitenprojekt. Sie öffnet Horizonte, stiftet Identität und macht unsere Stadt lebendig. Wer in Nürnberg zuhause ist, soll überall spüren: Hier wird Kultur gelebt – vielfältig, offen und mutig.

Eine starke Kulturszene ist auch ein Zukunftsfaktor für die Stadt: Sie zieht kreative Köpfe und Gäste von außen an, schafft Arbeitsplätze und sorgt für wirtschaftliche Dynamik. Indem wir Kultur stärken, investieren wir direkt in die Lebensqualität und Attraktivität Nürnbergs.

Deshalb denkt unsere Kulturpolitik nach vorne: Wir schaffen Räume für Experimente, fördern neue Formate und machen Kultur in allen Stadtteilen sichtbar. Kultur soll nicht nur konsumiert, sondern aktiv mitgestaltet werden können – von Kindern und Jugendlichen über Künstler*innen bis zu engagierten Bürger*innen.

Wir gestalten die Zukunft der Kultur, indem wir

  • das Kulturreferat erhalten und stärken und die Vernetzung der städtischen Kultureinrichtungen ausbauen.
  • den Aufbau der neuen Spielstätte für die Oper in der Kongresshalle konstruktiv unterstützen und begleiten.
  • die städtischen Museen und Kultureinrichtungen stärken und ihre Angebote modern, divers und barrierefrei machen.
  • zum 500. Todesjahr von Albrecht Dürer ein ganzheitliches Festprogramm, schaffen, das auch der Neugestaltung der Dauerausstellung im Albrecht-Dürer-Haus nützt.

Wir ermöglichen Kultur für alle Nürnberger*innen, indem wir

  • Kulturförderung transparent, zugänglich und mehrsprachig machen und auf gerechte Verteilung von Ressourcen achten: komplizierte Antragsverfahren werden vereinfacht, durch ein Diversity-Check stellen wir sicher, dass die Förderung alle Akteur*innen erreicht – von etablierten Institutionen bis zur freien Szene.
  • Kulturläden als Orte des Demokratiebildung, Kulturförderung und soziale Teilhabe stärken und weiterentwickeln. Dazu gehört die nachhaltige Sanierung von maroden Gebäuden genauso wie der Ausbau des städtischen Netzwerks der Kulturläden.
  • Gezielt Mädchen und Frauen in Musik und bildender Kunst fördern.
  • Kulturprojekte, die soziale Barrieren überwinden, gezielt fördern.

Wir bringen mehr Kultur zu den Menschen, indem wir

  • Jugendangebote und interkulturelle Angebote in den Kulturläden ausbauen, denn hier entstehen Ausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen zu Demokratie, Antirassismus und Vielfalt.
  • Kultur barrierefrei und dezentral gestalten und Kulturorte („Dritte Ort“) ohne Konsumzwang schaffen.
  • Sichtbarkeit und Zugang für Kulturveranstaltungen mittels Werbekampagnen und Öffentlichkeitsarbeit verbessern z. B. mit einem zentralen Kultur-Newsletter.
  • spezielle Angebote wie das KulturTicketNürnberg und die Kulturkarte bekannter machen, z. B. durch einen einfachen digitalen Zugang und zielgerichtete Werbung.
  • Kunst und Kultur für alle durch ermäßigte Eintrittspreise und kostenfreie Angebote zugänglich machen.
  • Veranstaltungen fördern, die kulturelle Teilhabe ohne finanzielle Barrieren ermöglichen.

Wir etablieren Nürnberg als Stadt der Erinnerungskultur, indem wir

  • ein inklusives und partizipatives Gesamtkonzept für Erinnerungskultur entwickeln und umsetzen, das Fachgremien, Bürger*innen und Betroffene einbezieht.
  • die Erinnerungsarbeit öffnen, indem wir neben der NS-Vergangenheit auch Kolonialismus und die NSU-Mordserie als Schwerpunkte setzen.
  • die weitere Planung und Ausgestaltung des NSU-Dokuzentrums mit den Opferfamilien und der engagierten Zivilgesellschaft Hand in Hand gestalten. Neben Erinnerung und Mahnung werden wir an diesem Zentrum anknüpfen, um historische Zusammenhänge darzustellen und die Brücke in die Gegenwart zu schlagen.
  • den Kulturstandort Kongresshalle als lebendigen Ort für vielfältige künstlerische Ausdrucksformen und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit innovativen Formaten der Erinnerungskultur bespielen.
  • zur Urbanen Gartenschau in 2030 zwischen Frauen- und Färbertor eine Kulturmeile mit erinnerungspolitischem Schwerpunkt entwickeln. Hierbei werden alle erinnerungspolitischen Orte und Denkmäler in einem Gesamtkonzept mit Besucherleitsystem, digitalen und analogen Begleitangebote versehen.
  • stadthistorisch prägende Orte sowohl für Nürnberger*innen als auch für Besucher*innen bekannter machen.
  • ein neues Pflege- und Reinigungskonzept für die würdige Instandhaltung unserer Denkmäler entwickeln.

Wir stärken Nürnbergs Freie Szene, Festival- und Nachtkultur, indem wir

  • ein Freiflächenkonzept für Kulturveranstaltungen der freien Szene als Raum für experimentelle Formate schaffen.
  • Flächen wie Parkplätze, umnutzen und für vielfältige Kulturformate zur Verfügung stellen.
  • kleine und große Leerräume mit Kunst und Kultur bespielen.
  • Awareness Teams für mehr Sicherheit und Nachtkultur-Management für die Vermittlung zwischen Bewohner*innenund Nachtschwärmer*innen etablieren.
  • eine zentrale Anlaufstelle für Dialog zwischen Verwaltung und Kulturschaffenden weiterentwickeln.

Wir gestalten Nürnbergs Kulturstadt nachhaltig und vernetzt, indem wir

  • die Förderung der vielfältigen freien Szene – von Kollektiven bis zu Kunst – und Kulturvereinen – ausbauen.
  • Tourismus, Wirtschaft und Kultur vernetzen, um Nürnbergs Position als Festivalstadt zu stärken.
  • Green Culture, die umweltbewusste und nachhaltige Gestaltung von Kulturangeboten als Standard umsetzen.
  • Kultur mit Bildung, Sport und Arbeit vernetzen
  • Kooperationen mit lokalen Künstler*innen und Influencer*innen schaffen.
  • das Projektbüro Kultur umstrukturieren, sodass auch städtische Institutionen davon profitieren.
  • Veranstaltungen mit Werbung für Theater-Abos und Schnupper-Angebote verknüpfen.
  • uns für eine Kulturförderung durch eine Tourismusabgabe einsetzen (s. Kapitel Wirtschaft und Arbeit 2f).
Was bringt das für dich?
  • Du hast einen Kulturladen mit kostenfreien Kulturangeboten für dich und für deine Kinder in deiner Nähe.
  • Als Kulturschaffende kannst du schnell und unbürokratisch städtische Förderung beantragen und freie – auch öffentliche – Räume nutzen.
  • Du erkennst auf einen Blick die wichtigsten Erinnerungsorte in Nürnberg und lernst deren Bedeutung für unsere Stadt kennen.

2e Grün MACHT Nürnberg stark für die Wirtschaft von morgen

Nürnberg ist eine Stadt mit starker Wirtschaftskraft und großem Potenzial – national wie international. Diese Stärke wollen wir nicht nur erhalten, sondern ausbauen und nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen. Unsere Unternehmen – vom traditionsreichen Weltmarktführer, über kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe bis zum innovativen Start-up – stehen vor großen Herausforderungen, die wir als Chance begreifen: Digitalisierung, ökologische Modernisierung und die Entwicklung neuer Technologien.

Mit gezielter Förderung und Dialog schaffen wir attraktive und nachhaltige Arbeitsplätze für Nürnberg. Wir streben an, Nürnberg zu einem führenden Standort für Zukunftstechnologien zu machen – sei es klimafreundliche Produktion, intelligente Energieversorgung oder moderne Mobilitätslösungen. Nürnberg soll dabei Vorreiter sein. Gestärkt durch diese Vision begegnen wir auch den aktuellen Herausforderungen, denen die lokalen Wirtschaft gegenübersteht, auf verschiedenen Ebenen.

Wir treiben die wirtschaftlich-ökologische Transformation konsequent voran, indem wir

  • weiter erneuerbare regionale Energieversorgung ausbauen, lokale Wertschöpfung stärken und dadurch Kosten für Industrie und Haushalte sowie externe Abhängigkeiten reduzieren.
  • gemeinsam mit Industrie, Wissenschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft in Nürnberg und der Metropolregion einen Transformationspfad zur Klimaneutralität und der Zukunft des Wirtschaftsstandortes entwickeln.
  • Gewerbeflächen nachhaltig entwickeln, Flächen nachhaltig nutzen und den Verkehr intelligent und zukunftsfähig anbinden.
  • faire, regionale und ökologische Wirtschafts- und Handelsbeziehungen fördern, insbesondere bei städtischen Vergaben und in den kommunalen Eigenbetrieben.

Wir stärken nachhaltiges Wirtschaften, indem wir

  • Unternehmen und allen Bürgern mit einer langfristigen Strategie und stabilen Rahmenbedingungen Planungssicherheit geben.
  • klimafreundliche Produktion, Energiesysteme und Mobilitätslösungen etablieren.
  • die Automobil(zuliefer)industrie in der Metropolregion Nürnberg bei der Transformation hin zu nachhaltigen Technologien unterstützen.
  • Leuchtturm-Projekte der Energiewende im Nürnberger Stadtgebiet vorantreiben, etwa bei erneuerbaren Energien, Wasserstoff-Wirtschaft, Energiespeichern und grüner Mobilität.

Wir sichern qualifizierte Arbeitskräfte für Nürnberg, indem wir

  • eine breite städtische Initiative mit Kammern, Berufsförderung, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit sowie (Hoch-)Schulen und Bildungsträgern schmieden.
  • die Anerkennung von beruflichen Qualifikationen beschleunigen und flexibilisieren
  • auf Bundesebene für eine auskömmliche Finanzierung des Jobcenters einsetzen, damit dieses mehr gezielte Qualifizierungsmaßnahmen durchführen kann.
  • Frauen, ältere Fachkräfte, Migrant*innen und Alleinerziehende mit gezielten Qualifizierungs- und Betreuungsangeboten stärken, um echte und zukunftsfeste Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.
  • Frauenerwerbstätigkeit fördern durch bessere Chancen für Wiedereinstieg und Arbeitszeitaufstockung. Um das zu ermöglichen, schaffen wir auch die nötigen Kinderbetreuungs- und Pflegekapazitäten mit angepassten Öffnungszeiten
  • die Berufsschulen zukunftssicher aufstellen, damit Ausbildung wieder attraktiver wird. Dazu gehört auch das geförderte AzuBi-Wohnheim. (s. Kapitel Wohnen unter 1e).
  • gezielte und nachhaltige Allianzen mit Partnerländern schließen, um Arbeitskräfte zu integrieren bzw. auszubilden.

Wir beleben die Nürnberger Binnenwirtschaft, indem wir

  • die Kreislaufwirtschaft und zirkuläre Geschäftsmodelle (z.B. Secondlife-Kaufhaus, Refurbishment) fördern.
  • die Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg stärken (s. Kapitel Kultur unter 2e).
  • die Nürnberger Innenstadt durch kombinierte Nutzungskonzepte (Bildung, Einzelhandel, Kultur, Startups, Unterhaltung) und hohe Aufenthaltsqualität (Verschattung, Grün, Entsiegelung) wieder attraktiver und lebendiger machen.
  • nachhaltigen Tourismus und ein familien- und klimafreundliches Stadtmarketing fördern, dabei beziehen wir lokale Kleinbetriebe und Gastronomie ein und setzen die Einnahmen aus einer Tourismusabgabe ein. (s. Kapitel Kultur unter 2e)
  • die Zahl von Spielhallen und Wettbüros im Stadtbild für mehr Lebensqualität begrenzen, um damit bessere Sicherheit und ein vielfältiges Gewerbeumfeld zu schaffen.

Wir sichern als Stadt Nürnberg gute, faire Arbeitsbedingungen, indem wir

  • eine soziale und ökologische Vergabe- und Beschaffungsrichtlinie einführen und konsequent umsetzen, die Tarifbindung und ökologische Standards vorschreibt.
  • uns dafür einsetzen, Auszubildenden in städtischen Betrieben nach erfolgreichem Abschluss eine Übernahme zu garantieren.
  • alle Ausbildungsformen – ob duale Ausbildung, schulische Ausbildung oder Studium – gleich behandeln und wertschätzen.
  • faire Löhne, Mitbestimmung und sichere Beschäftigung fördern.
  • uns weiterhin für eine (gesetzliche) Frauenquote in Aufsichtsräten und allen weiteren Führungsebenen der städtischen Beteiligungsunternehmen einsetzen.

Wir schaffen ein unternehmens- und gründungsfreundliches Verwaltungsumfeld, indem wir

  • Gewerbeanmeldungen beschleunigen und mit den Verwaltungs-Services eine Kultur der „Ermöglichung statt Kontrolle“ umsetzen.
  • die Kooperation mit unseren Gründerzentren ausbauen.
  • Leerstände zur Ansiedelung von Start-ups nutzen.
  • gezielt die Phase nach Ausgründung sowie die Einwerbung von Venture Capital unterstützen.
Was bringt das für dich?
  • Dir steht ein vielfältiges Job- und Dienstleistungsangebot und Jobs mit fairen Arbeitsbedingungen zur Verfügung.
  • Als Unternehmer*in profitierst du von guten Standortbedingungen und weniger Bürokratie.
  • Als Start-up-Gründer*in und Selbstständige*r kannst du auf verschiedene Fördermöglichkeiten und Netzwerke zugreifen.

2f Grün MACHT Nürnberg zum Motor für Wissenschaft und Innovation

Mit vier Hochschulen, zwei Universitäten und mehreren exzellenten Forschungseinrichtungen entwickelt sich Nürnberg zu einem hoch dynamischen, international sichtbaren und vernetzten Wissenschaftsstandort. Die Studierenden, Lehrenden und Forschenden in unserer Stadt gestalten nicht nur den technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt, sie öffnen auch neue Räume für Bildung, Teilhabe und Kreativität für alle Menschen in Nürnberg.

Forschung und Innovation in Nürnberg dienen einer größeren Idee: dem Gemeinwohl, der Bewahrung unserer Lebensgrundlagen und der Schaffung nachhaltiger Zukunftsperspektiven.

Unsere Wissenschaftsstandorte sind Orte der Inspiration, an denen Wissen, Kreativität und Verantwortung ineinandergreifen – und sie prägen auch sichtbar das Stadtbild: durch moderne, klimafreundliche Mobilität, durch mehr Grün, durch eine saubere und lebenswerte urbane Umgebung.

Gemeinsam mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen gestalten wir eine Stadt, die Wissenschaft nicht nur ermöglicht, sondern aktiv fördert – als Motor für Weltoffenheit, soziale Gerechtigkeit, kluge Lösungen und eine klimaneutrale Zukunft. Nürnberg wird so zu einem Ort, an dem Wissen und Innovation die Grundlage für ein gutes Leben in einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft bilden.

Wir stärken den Hochschul- und Forschungsstandort Nürnberg, indem wir

  • die bestehenden Nürnberger Universitäten und Hochschulen in ihren Vorhaben und Entwicklungsplänen aktiv unterstützen und den Aufbau der Technischen Universität Nürnberg (UTN) als deutschlandweit erste Universitäts-Neugründung der letzten 30 Jahre mit einem innovativen Lehrkonzept konstruktiv begleiten.
  • durch gezielten Dialog Kooperationen forcieren und die spezifischen Stärken des Forschungsstandorts Nürnberg und der gesamten Metropolregion ausbauen.
  • unsere Forschungseinrichtungen unter Achtung der Wissenschaftsfreiheit gezielt dabei unterstützen, Zukunftstechnologien, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zu fördern.
  • im Bereich Energieforschung zusammen mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine (inter)national sichtbare Leitkonferenz bis 2030 etablieren.
  • die Förderung der FAU als Exzellenzcluster des Bundes im Bereich Menschenrechte ab 2026 zum Ausbau der Stellung von Nürnberg als „Stadt der Menschenrechte“ nutzen.
  • Student*innen aktiv bei der Gestaltung des studentischen Lebens unterstützen und Ausbildungsangebote kostenarm und barrierefrei zugänglich machen.

Wir fördern den Transfer in die Stadtgesellschaft, indem wir

  • mit Wirtschafts- und Wissenschaftsförderung Kooperationen zwischen Hochschulen, Stadt und Wirtschaft ausbauen – auch zwischen kleinen und mittelständischen Betrieben und der Forschung.
  • die Nürnberger Start-up-Förderung spezifisch in den Bereichen Umwelttechnik, digitale Geschäfts- und Produktionsprozesse, künstliche Intelligenz, Bildung, Mobilität, (digitaler) Gesundheit stärken und deren Einsatz in der lokalen Wirtschaft nutzen.
  • Wissenschaft durch Wissenschaftsnächte sowie öffentliche Vorträge und Veranstaltungen verständlich machen und in der Innenstadt ein entsprechendes Zentrum schaffen, in dem Wissenschaft für Bürger*innen erleb- und gestaltbar wird („Citizen Science“).
  • uns dabei für die Einrichtung mindestens eines Reallabors einsetzen, in dem Innovationen und Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen erprobt werden können.
  • gezielte wissenschaftliche Beratung der Nürnberger Hochschulen in kommunalpolitische Fragen und Entscheidungsprozesse einfließen lassen.
  • die öffentliche Vergabe an gemeinwohlorientierte Forschungseinrichtungen forcieren.

Wir schaffen attraktive Bedingungen für Wissenschaft in der Stadt, indem wir

  • mehr bezahlbaren Wohnraum und Angebote für den öffentlichen Nahverkehr für Nürnberger Studierende schaffen (s. Kapitel Wohnen unter 1e und s. Kapitel Verkehr unter 1f)
  • die Ansiedelung von Wissenschaftler*innen in Nürnberg fördern, unsere Städtepartnerschaften auch hochschulpolitisch nutzen und die Wissenschafts- mit der Wirtschaftsförderung verzahnen.
  • Studierendenkultur und -engagement in der Stadt sichtbar machen, z.B. durch Konzerte, Science Slams, Kooperationen mit Kultureinrichtungen, Bars und Cafés
  • gemeinsam mit dem Freistaat beim Uni-Neubau in Lichtenreuth sowie beim geplanten Umzug der Erziehungswissenschaften in den Nürnberger Norden darauf achten, dass klimaneutrales Bauen und Erhalt und Entstehung von Grünflächen umgesetzt werden.
Was bringt das für dich?
  • Du lebst in einer jungen, internationalen und gebildeten Stadt, die für Studierende attraktiv ist und langfristig sichere Arbeitsplätze bietet,
  • Du und deine Familie erhalten mehr Angebote, um zu studieren und euch nebenberuflich oder privat weiterzubilden
  • Kooperationsmöglichkeiten für deine Geschäftsidee, dein Unternehmen oder deinen Betrieb dank innovativer Forschung vor Ort.

2g Grün MACHT Nürnberg stark durch Bildung

Die Zukunft Nürnbergs beginnt in Kitas, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Wir gestalten eine moderne, gerechte und vielfältige Bildungslandschaft, die allen Menschen – unabhängig von Herkunft, Alter oder Einkommen – beste Chancen eröffnet.
Bildung ist für uns Standortfaktor und Schlüssel für soziale Gerechtigkeit, Inklusion, Integration und Teilhabe.
Bildungsmanagement und -beratung sehen wir als zentrale kommunale Aufgabe, um eine effiziente, inklusive und qualitativ hochwertige Bildungslandschaft für Nürnberg zu schaffen. So wird Nürnberg zu einer lernenden Stadt für alle Generationen – offen, gerecht und zukunftsfähig.

Wir verankern Sprachförderung in Nürnberg ab der Kita als Schlüsselkompetenz für erfolgreiche Bildungsbiografien, indem wir

  • Kinder mit nicht altersgerechter sprachlicher Entwicklung und Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache gezielt, frühzeitig und möglichst kostenlos fördern.
  • Mehrsprachigkeit als Kompetenz anerkennen und unser Angebot mehrsprachig kommunizieren.
  • das Angebot an Deutschkursen für Geflüchtete und (auch bereits länger in Nürnberg ansässige) Migrant*innen ausbauen und gezielt in den Communities bewerben.
  • die städtischen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen, um sicherzustellen, dass die Chance, Deutsch zu lernen, auch von möglichst vielen wahrgenommen wird.

Wir ermöglichen mehr Bildung für benachteiligte Gruppen, indem wir

  • uns dafür einsetzen, im gesamten Bildungssystem kostenfreie oder stark vergünstigte Angebote für Menschen mit geringem Einkommen zu etablieren.
  • im schulischen Bereich durch Angebote wie zum Beispiel Lernpatenschaften und einen Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen Bildung fördern.
  • auch die Erwachsenenbildung durch die Förderung von Möglichkeiten wie Alphabetisierungskurse, das Nachholen von Schulabschlüssen und die berufliche niedrigschwellige Weiterbildung einbeziehen.

Wir verbessern die Bildungschancen aller Kinder sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem wir

  • uns dafür einsetzen, ein flächendeckendes Netz an Ganztagsschulen und flexiblen Betreuungsmöglichkeiten mit hoher Qualität schaffen.
  • den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung erfüllen.
  • inklusive Beschulung und Betreuung weiter vorantreiben.
  • Sportvereine in die Ganztagsbetreuung als wichtige Säule für gemeinschaftliche Bewegung, Teamfähigkeit, Wettbewerb und Respekt integrieren (s. Kapitel Sport unter 2d)
  • den „rhythmisierten Ganztag“ – also einen altersgerechten Rhythmus aus Lernen, Freiarbeit und Bewegung – an weiteren Nürnberger Schulen fördern und Ganztags-Pilotversuche an verschiedenen Schularten etablieren.

Wir schaffen moderne Lernbedingungen, indem wir

  • energetische und an das Klima angepasste Sanierungen prioritär umsetzen (s. Kapitel Wohnen unter 1e und s. Kapitel Klima unter 1b).
  • eine funktionierende digitale Infrastruktur, die von Fachkräften zuverlässig betreut wird, sowie die digitale Vernetzung aller Bildungseinrichtungen vorantreiben (s. Kapitel Verwaltung und Bürgerservice unter 2a).
  • unsere Schulen dabei unterstützen, Medienbildung in den Bildungsauftrag zu integrieren und ihr Personal medienpädagogisch zu qualifizieren (z. B. durch Best-Practice-Transfer, Projekteinwerbung).

Wir sichern pädagogische Fachkräfte, indem wir

  • mit Ausbildungseinrichtungen kooperieren, um Personal in Nürnberg zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen.
  • praxisintegrierte Ausbildung (PiA), Kita-Direkteinstieg und Trainee-Programme stärken sowie eine bessere Bezahlung für Fachkräfte prüfen.
  • die Möglichkeit für Quereinstiege an Schulen und den Einsatz von Ehrenamtlichen ausbauen.

Wir fördern eine bessere Verpflegung von Kindern, indem wir

  • in unseren Kitas und Schulen ein kostengünstiges, gesundes Mittagessen (inkl. Frühstück) für alle anbieten – mindestens zu 50 Prozent bio und regional.
  • neue Mensen und Küchen so ausstatten, dass vor Ort frisch gekocht werden kann.
  • Ernährungsbildung in pädagogische Konzepte integrieren.
  • jede Schule mit Trinkwasserbrunnen versorgen.

Wir fördern Lernen durch

  • stärkere Kooperationen zwischen Schulen, Kultur, Sport, Umwelt, Politik und Wirtschaft.
  • Lernen im Stadtteil, z. B. Familienzentren als Begegnungsorte, Öffnung von Schulhöfen außerhalb der Unterrichtszeiten.
  • gemeinsame Nutzung von Bildungsorten, wo es räumlich möglich ist.
  • den Austausch zwischen freien Schulen und städtische Schulen. Dabei sehen wir die reformpädagogischen Einrichtungen und ihre Konzepte als wichtige Impulsgeber*innen für ein progressives Schulsystem.
  • enge Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen, um jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

Wir entwickeln den Bildungscampus Nürnberg als zentrale Plattform für berufliche, kulturelle und politische Bildung voran, indem wir

Was bringt das für dich?
  • Du hast die Auswahl aus verschiedenen Bildungsangeboten, erhältst bessere Bildung und somit auch bessere Aufstiegschancen.
  • Unabhängig von deinem Alter hast du einen leichteren Zugang zu Bildungsangeboten.
  • Deine Kinder lernen in einer angenehmen Umgebung sowie gut ausgestatteten Schulen und werden mit frischem, gesundem Essen versorgt.

Kapitel 3: GRÜN macht Nürnberg gerecht und offen

3a Grün MACHT Nürnberg sozial gerecht für alle

Nürnberg soll eine Stadt für alle Menschen sein, ungeachtet ihres Alters, ihrer Migrationsgeschichte und ihrer Nationalität, ihres Geschlechts und ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten, ihrer Religion und Weltanschauung, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer sozialen Herkunft.

Mit unserer Sozialpolitik setzen wir uns für Chancen und Teilhabe für alle ein. Wir wollen vor allem die vulnerablen Gruppen wie Alleinerziehende oder kinderreiche Familien auffangen und ausreichend unterstützen. Dabei setzen wir uns für eine einfache und verständliche Unterstützung aller Menschen auf Grundlage ihrer individuellen Würde ein.

Die Folgen von Armut sind weitreichend: soziale Ausgrenzung, schlechtere Bildungschancen, gesundheitliche Nachteile. Deswegen bedeutet für uns gute Kommunalpolitik auch starke Sozialpolitik. Wir wollen, dass alle Menschen in Nürnberg ein gutes Leben haben können. Durch eine aktive Sozialpolitik wollen wir, allen Menschen Chancen zu ermöglichen, Sicherheit zu schaffen und ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu sichern. Wir werden uns entschlossen gegen Kürzungen im Sozialbereich und bei den Wohlfahrtsverbänden einsetzen.

Neben Arm und Reich zeigt sich in unserer Gesellschaft die größte strukturelle Ungleichheit zwischen Mann und Frau. Deshalb setzen wir uns in allen Lebensbereichen für Gleichstellung ein. Dabei denken wir intersektional. Insbesondere berücksichtigen wir die Situation von migrantisch gelesenen Personen und Schwarzen Frauen, die mehrfachen Diskriminierungen ausgesetzt sind.

Wir setzen auf eine starke Sozialpolitik, indem wir

  • weiterhin das günstigste Sozialticket in Bayern anbieten.
  • das Jobcenters durch Förderung des öffentlich geförderten Arbeitsmarktes stärken: Arbeit bezuschussen statt Menschen in Arbeitslosigkeit belassen.
  • keine Kürzungen der Budgets für NGOs und Wohlfahrtsverbände zulassen.
  • Wohnungslosigkeit verhindern, bevor sie entsteht.
  • ausreichend Aufenthaltsräume für wohnungs- und obdachlose Menschen schaffen.
  • das Projekt „Housing First“, das Menschen ohne eigenen Wohnraum eine Wohnung vermittelt, unterstützen.
  • für einen niedrigschwelligen Zugang zu Sozialleistungen sorgen. Insbesondere Frauen, die vom Altersarmut betroffen sind, informieren und ermutigen wir, die ihnen zustehenden Leistungen und Angebote in Anspruch zu nehmen.
  • Leistungsanträge schneller durch genügend Personal bearbeiten und auszahlen.
  • Familienarmut durch kommunale Unterstützung und kostenlose Lern- und Freizeitangebote bekämpfen (s. Kapitel Familie unter 3c)
  • das Angebot „Tandem-Perspektiven für Familien“ weiter ausbauen, damit Familien und besonders Alleinerziehende im Bürgergeldbezug, durch Qualifikation und familienunterstützende Angebote wieder im Erwerbsleben ankommen.
Was bringt das für dich?
  • Du weißt, welche Leistungen dir zustehen und wo und wie du sie beantragen kannst.
  • Wenn du Sozialleistungen beziehen musst, so kannst du das in Würde, unbürokratisch und einfach erledigen.
  • Deine existenzsichernde Leistungen werden rechtzeitig ausgezahlt.

3b Grün MACHT Nürnberg chancenreich für Kinder und Jugendliche

Unser Ziel ist es, für Kinder und Jugendliche die besten Bedingungen zu schaffen – sei es in der Krippe, in der Kindertagesstätte, der Grund- und weiterführenden Schule oder beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Starke Kinder bedeuten eine starke Demokratie. Daher sorgen wir für Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe von Anfang an. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft, dem Wohnort oder dem Geldbeutel ihrer Eltern die gleichen Chancen haben.Vor allem in benachteiligte Stadtteile bringen wir innovative Konzepte, damit Unterstützung auch dort ankommt, wo sie wirklich benötigt wird.

Wir schaffen eine gerechte Umgebung für Kinder und Jugendliche, indem wir

  • uns für eine neue Beteiligungsmöglichkeit in Form eines Jugendrats mit Veränderungsmöglichkeiten und einem eigenen Budget einsetzen, damit sie Politik erleben, für ihre Bedürfnisse einstehen und Verantwortung übernehmen können (s. Kapitel 2c).
  • das Netz der städtischen Jugendzentren erweitern und dort Mitbestimmung etablieren, damit Jugendliche an der Gestaltung der Angebote von Anfang an mitwirken.
  • sichere Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule und Elternhaus einrichten, damit durch frühe Prävention und pädagogische Begleitung in schwierigen Lebenslagen mehr Kindern und Jugendlichen direkt geholfen werden kann.
  • niedrigschwellige, nicht-kommerzielle Begegnungs- und Aufenthaltsorte für Kinder und Jugendliche schaffen, die soziale Teilhabe unabhängig vom sozialen Status ermöglichen und sich an ihren tatsächlichen Bedürfnissen orientieren – mit Spiel-, Sport- und Verweilangeboten.
  • außerschulische Angebote wie Aktivspielplätze im Rahmen der offenen Jugendarbeit mit Bewegungsangeboten und natur- und klimapädagogischen Konzepten ausbauen.
  • uns für mehr qualifiziertes Personal im Jugendamt einsetzen.
  • um Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten kümmern und für ein standardisiertes Verfahren einsetzen.
  • Beratungsstellen z. B. im Bereich Drogen oder Essstörungen für unter 18-Jährige schaffen, da diese bestehenden Angebote aufgrund ihres Alters oft nicht in Anspruch nehmen können.
  • Digital Streetwork breit ausbauen.
  • Kinderrechte stärken.
  • die Straße der Kinderrechte so gestalten, dass die abgebildeten Berufsgruppen weniger der geschlechtlichen Stereotype entsprechen, sodass durch Repräsentation echte Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden kann.
Was bringt das für dich?
  • Du kannst mitbestimmen, was dich und deine Zeit angeht, in der Schule und danach.
  • Nach der Schule findest du sichere Orte mit vielfältigen Angeboten, um deine Zeit für dich sinnvoll zu verbringen.
  • Wenn du Unterstützung brauchst, findest du unkompliziert eine Stelle, die dich versteht und mit dir gemeinsam Lösungen findet.

3c Grün MACHT Nürnberg lebenswert für alle Familien

Familien sind das soziale Fundament unserer Stadt. Wir wollen daher gerechte Chancen für alle Familien, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Familienmodell schaffen. Außerdem ist es unser Ziel, für sichere Lebensräume für alle Familien und echte Teilhabe an Kultur und Natur zu sorgen. Wir legen ein breites Verständnis von Familie zugrunde, das Alleinerziehende, Patchwork- und Regenbogenfamilien gleichermaßen umfasst. Um die Lebensumstände für alle Familien einfacher und flexibler zu gestalten, setzen wir uns für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.

Da dies nur mit einer ausreichenden Zahl an Betreuungsplätzen möglich ist, werden wir neben der Schaffung dieser auch ein passendes und verlässliches Angebot der frühkindlichen Bildung und außerschulischen Betreuung schaffen. Dabei denken wir die Bedürfnisse von Familien als Querschnittsthema bei allen städtischen Belangen mit und stellen konkrete Beteiligungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Wir unterstützen und fördern Familien, indem wir

  • Betreuungsplätze in Krippen, Kindergärten und für Schulkinder wohnortnah, bezahlbar und mit guter Qualität ausbauen und verbessern.
  • für eine bessere personelle und räumliche Ausstattung sorgen.
  • Betreuungszeiten ausweiten, die den Lebensrealitäten von berufstätigen Eltern und Alleinerziehenden entsprechen.
  • den Fokus auf individueller Förderung, insbesondere Sprachförderung legen
  • die inklusive Erziehung und Bildung in der Kindertagesbetreuung weiterentwickeln und hierfür ausreichend qualifiziertes Personal sichern.
  • uns für eine enge Zusammenarbeit zwischen Kitas und Grundschulen engagieren, um Übergänge leichter zu gestalten.
  • familiengerechten Wohnraum in grünen und verkehrsberuhigten Gebieten mit Aufenthaltsmöglichkeiten für Familien, Kinder und Jugendliche schaffen (s. Kapitel Wohnen unter 1e)
  • die Wohnprojekte für Alleinerziehende ausbauen.
  • Familienzentren stärken und Netzwerke zur Beratung, Bildung und Begegnung schaffen – unter anderem streben wir die Einrichtung eines Zentrums für Alleinerziehende an.
  • Kindern, Jugendlichen und Familien an städtischen Planungen hinsichtlich Schulversorgung, Grünanlagen und Spielplätzen beteiligen.
  • Räume in allen Stadtteilen schaffen, in denen Eltern mit Babys und Kleinkindern stillen, füttern, wickeln oder einfach nur kurz durchatmen können.
  • Spielplätze sicher und den Alltagsrealitäten entsprechend gestalten, z. B. Mit Toiletten sowie Trinkbrunnen und ohne toten Winkel (s. Kapitel 1g).
  • uns für die Ausweitung der Ferienbetreuung auf die gesamte Dauer der Ferien einsetzen.
Was bringt das für dich?
  • Du bekommst für dein Kind garantiert einen Betreuungsplatz, der gut ausgestattet ist und bei dem die Öffnungszeiten deiner tatsächlichen Lebensrealität entsprechen.
  • Du findest familiengerechten Wohnraum, den du auch bezahlen kannst.
  • In Familienzentren findest du vielfältige Unterstützungs- und Freizeitangebote für dich und für dein Kind, egal in welchem Familienmodell du lebst.

3d Grün MACHT Nürnberg zu einem guten Ort zum Älterwerden

Wir wollen Senior*innen die besten Möglichkeiten bieten, um wohlbehalten, selbstbestimmt und fest eingebunden in unserer Stadt leben zu können.
Entsprechend rücken wir ihre Interessen und Bedürfnisse bei vielseitigen Themen wie Gesundheit, Wohnen, Verkehr und Teilhabe in den Fokus. Senior*innen sollen die Möglichkeit haben, ihr Leben frei gestalten und ihren Bedürfnissen entsprechend leben zu können. So setzen wir uns für eine verbesserte Wohnsituation ein, legen den Fokus auf Hitzeschutz wie ausreichend Schattenplätze und sorgen für soziale sowie kulturelle Teilhabe.
Wir wollen, dass sich Senior*innen in ihrer Stadt wohl, sicher und sich gehört fühlen. So wird es mit uns auch einen generationengerechten Haushalt geben.

Wir gestalten Nürnberg zu einer Stadt, die Senior*innen umfassend unterstützt, indem wir

  • öffentliche barrierearme Begegnungsräume schaffen, mit Kultur- und Sportangeboten, damit niemand sich einsam fühlen muss.
  • bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum passend zum Lebensabschnitt schaffen.
  • das Nürnberger Seniorennetzwerk weiter ausbauen, damit Senior*innen in allen Stadtteilen davon profitieren können.
  • bei Neubau auf Mehrgenerationen-Wohnen setzen.
  • zusammen mit städtischen Wohnungsbaugesellschaften ein Programm erarbeiten, das Senior*innen beim Umzug entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse abgestimmte Wohnraum (z.B. kleiner, barrierefreier etc.) unterstützt (s. Kapitel Wohnen unter 1e)
  • Wohnungstauschkonzepte für Senior*innen schaffen, die ihren Wohnraum reduzieren wollen.
  • uns weiter für „Wohnen für Hilfe“ (z.B. Studierende ziehen bei Senior*innen ein und unterstützen sie im Alltag gegen vergünstigte Miete) einsetzen.
  • eine Musterwohnung für Senior*innen bauen, wo Hilfsmittel für den Alltag angeschaut und ausprobiert werden können.
  • gezielt auf die Bedürfnisse von Senior*innen zugeschnittene, niedrigschwellige Sportangebote ausbauen und bei Bewegungsparcours Toiletten installieren.
  • vor Ort in Kulturläden, Bibliotheken und Bürgerzentren Digitallotsen schaffen, die individuell für Menschen, die wenig Erfahrung oder Zugang zum digitalen Raum haben, konkrete Hilfestellung und Unterstützung anbieten können.
  • als Hitzeschutzmaßnahme flächendeckend im ganzen Stadtgebiet verteilte Sitzmöglichkeiten im Schatten mit Zugang zu öffentlichen Wasserspendern schaffen (s. Kapitel Klimaschutz unter 1b.)
  • den Verkehrsraum seniorengerecht gestalten mit mehr Fußgängerübergängen und verlängerten Ampelphasen.
  • das Angebot für queere Senior*innen ausbauen
  • pflegende Angehörige im Rahmen der städtischen Beratungsstellen ausreichend unterstützen.
  • in den Stadtteilen das zivilgesellschaftliche Engagement durch ehrenamtliche Helfer*innen fördern (s. Kapitel Bürger*innenbeteiligung unter 2c)
  • Maßnahmen gegen Vereinsamung ergreifen
Was bringt das für dich?
  • Du findest bezahlbaren und für dich passenden Wohnraum.
  • Du kannst Sport treiben, Kultur genießen, dich im digitalen Raum sicher bewegen.
  • Du findest immer einen schattigen Platz zum Ausruhen und um dich zu stärken.

3e Grün MACHT Nürnberg stark für Inklusion

Zentrale Leitlinie der grünen Behindertenpolitik bleibt die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht. Nach dem Grundsatz „Nicht über uns, ohne uns“ ist uns eine starke Selbstvertretung und Selbstorganisation sowie die Sicherung und Weiterentwicklung bestehender Strukturen sehr wichtig.

Wir wollen eine Stadt gestalten, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben und selbstbestimmt leben können. Dies erreichen wir durch den Abbau von Barrieren und Hürden, vor allem in städtischen Einrichtungen, Websites und Anträgen, aber auch, indem wir barrierearmen städtischen Wohnraum sowie Wohnprojekte zur Verfügung stellen Barrieren im öffentlichen Raum und im Zusammenleben abbauen.

Wir werden in Nürnberg die Inklusion vorantreiben, indem wir

  • städtische Websites, Informationsmaterialien, Anträge und Formulare barrierearm und leicht verständlich gestalten – etwa durch leichte Sprache, Erklär- und Gebärdenvideos, Tastaturbedienbarkeit und Kompatibilität mit Screenreadern.
  • bei allen kommunalen Bauvorhaben, Umbauten und digitalen Angeboten Barrierefreiheit von Anfang mitdenken, einplanen und umsetzen.
  • Barrieren in städtischen Gebäuden und im öffentlichen Raum abbauen, z. B. durch ebenerdige Zugänge und für alle nutzbare Aufzüge, Leitsysteme für Sehbehinderte, Notrufsysteme für Hörbehinderte.
  • bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum ausbauen, rollstuhlgerechte Wohnungen schaffen – mit bedarfsgerechten Quoten und passenden Angeboten.
  • selbstbestimmtes und gemeinsames Wohnen durch Wohnprojekte für gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung fördern und Wohnformen an den individuellen Bedarfen der Betroffenen ausrichten (s. Kapitel 1e), auch für Menschen mit herausforderndem Verhalten.
  • barrierefreie Haltestellen sowie Fahrgastinformationen nach dem Mehr-Sinne-Prinzip und in verständlicher Form zur Verfügung stellen.
  • Beratungsangebote für Familien mit beeinträchtigten Kindern oder Kindern mit besonderen Bedarfen ausbauen.
  • auf kommunale Einrichtungen setzen, die mit ihrer fundierten und kompetenten Angeboten die freien Träger optimal ergänzen.
  • Menschen mit Behinderungen vor Kosteneinsparungen schützen und uns gegen Deckelung oder Einfrieren von Leistungen aussprechen.
  • Leistungen konsequent am individuellen Bedarf ausrichten.
  • den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fortführen und umsetzen.
  • Inklusionskonferenzen abhalten und hier die Stadtgesellschaft und insbesondere die Betroffenen selbst einbeziehen.
  • Special Olympics nach Nürnberg holen.
Was bringt das für dich?
  • Egal mit welcher Beeinträchtigung du lebst, du hast barrierearmen Zugang zu allgemeinen städtischen Angeboten, Informationen, Anträgen und Formularen auf Websites.
  • Du bekommst individuelle und für deine Bedarfe ausgerichtete Wahlmöglichkeiten beim Wohnen.
  • Du kannst deine Teilhabe im Alltag selbst bestimmen und gestalten.

3f Grün MACHT Nürnberg resilient durch gute Gesundheit und Pflege

Wir wollen die Gesundheitsversorgung und – Prävention in den Stadtteilen stärken und diese barrierefrei, nachhaltig und zukunftsorientiert an individuelle
Bedürfnisse anpassen. Wir setzen uns für rauchfreie Orte ein, besonders dort, wo Kinder geschützt werden müssen. Nicht alle Menschen dieser Stadt profitieren derzeit gleichermaßen vom Recht auf Gesundheit. Das wollen wir ändern. Es wird Zugang zu Gesundheitsversorgung und Pflege für alle geben – abgestimmt auf die
individuellen Bedürfnisse. Wir benötigen mehr barrierefreie Zugänge und niedrigschwellige Angebote für die gesamte Bevölkerung Nürnbergs, insbesondere für obdachlose Menschen und Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen.
Da wir mit dem Klinikum Nürnberg und mit NürnbergStift bereits ein hochwertiges Angebot haben, wollen wir dieses weiter ausbauen und stärken und in kommunaler Hand belassen.

Wir schaffen allen Bürger*innen Zugang zur Gesundheitsversorgung, indem wir

  • uns darauf fokussieren, offene Stellen in Kliniken, medizinischen und sozialen Einrichtungen mit Fachkräften zu besetzen.
  • in benachteiligten Stadtteilen Gesundheitskioske aufbauen, die einen niedrigschwelligen Zugang zu Vorsorge und Prävention ermöglichen.
  • die Fachstelle Trauma erhalten.
  • die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen.
  • weitere Nichtraucherzonen in öffentlichen Außenbereichen und auf städtischen Veranstaltungen ausweisen.
  • Werbung für Suchtmittel auf städtischen Flächen ablehnen.
  • wir individuelle Pflege und Gesundheitsversorgung ausbauen und Querschnittsthemen wie Migration, Queer und Inklusion aufnehmen.
  • die ambulante und stationäre Pflege ausbauen und sichern.
  • die selbstbestimmte, kultursensible und wohnortnahe Pflege stärken und das Angebot erweitern.
  • für geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung mittels Schulungen von Ärzt*innen und Pflegepersonal zu den Themen geschlechtsspezifischer Diagnostik und Versorgung sicherstellen sowie gemeinsam mit lokalen Initiativen Kampagnen starten.
  • wir uns für Maßnahmen gegen Einsamkeit engagieren.
  • für ausreichende Versorgung in der Geburtshilfe sorgen, Hebammen und Geburtshäuser unterstützen.
  • Angebote für Schwangerschaftsabbrüche über das ganze Jahr sichern.
  • das Projekt Drug Checking als wichtiges Instrument des Gesundheitsschutzes, Risikominimierung, Aufklärung und Beratung weiterverfolgen.
  • weiterhin für das Modellprojekt Drogenhilferäume einsetzen, das in anderen Bundesländern erfolgreich läuft und das Gesundheitssystem sowie den öffentlichen Raum entlastet.
  • die Schnittstellen im Gesundheits- und Sozialbereich überprüfen.
Was bringt das für dich?
  • Als Frau* oder queere Person kannst du dich darauf verlassen, dass du die Diagnostik und Behandlung nach deinem Geschlecht entsprechend gestaltet wird.
  • Du kannst deine pflegebedürftige Angehörige in guten Händen wissen, mit ausreichend Zeit und Sensibilität für alle Lebenslagen.
  • An Gesundheitskiosken hast du niedrigschwelligen Zugang zu Ansprechpartner*innen im Bereich Gesundheit und Prävention.

3g Grün MACHT Nürnberg offen und vielfältig

Wir stehen dafür ein, dass Nürnberg weiterhin eine Stadt bleibt, in der sich alle Bürger*innen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder sozialem Hintergrund sicher und anerkannt fühlen. Unser Ziel ist es, Nürnberg als „Stadt der Menschenrechte“ national wie international sichtbar zu machen, nicht als Etikett, sondern als gelebte politische Praxis.

Für uns gehört Migration zur Stadtgeschichte, sie war und ist eine Chance für unsere Gesellschaft – sie bereichert sie durch mehr Vielfalt, neue Blickwinkel und Arbeitskräfte. Mit einer starken Integrationspolitik möchten wir allen Menschen, ob sie schon lange in Nürnberg leben, hier geboren wurden oder neu kommen, echte Teilhabe ermöglichen.

Wir verteidigen Menschenrechte und bekämpfen Diskriminierung, indem wir

  • weiterhin gegen alte und neue rechtsextreme Strukturen in Nürnberg konsequent vorgehen, seien es außerparlamentarische Gruppierungen oder Parteien. Wir werden weder mit rechtsextremen Parteien noch mit Parteien, die für eine Zusammenarbeit mit dieser offen sind, in irgendeiner Art und Weise zusammenwirken.
  • die Zivilgesellschaft stärken und Initiativen, Vereine und Einrichtungen, die für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung arbeiten, verlässlich fördern.
  • zum geschlossenen Agieren der vielen Initiativen gegen rechts in Nürnberg beitragen und uns weiterhin aktiv in der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg sowie im Bündnis Nazistopp einbringen.
  • uns weiterhin für die Mitgliedschaft der Stadt Nürnberg in der Allianz gegen Rechtsextremismus einsetzen.
  • NSU und rechte Gewalt durch die konsequente Aufklärung der NSU-Verbrechen in Nürnberg sowie die Aufdeckung rechter Strukturen in der Region aufarbeiten. Opferperspektiven und Erinnerungskultur bleiben dabei zentral. (s. Kapitel Kultur unter 2e).
  • das Menschenrechtsbüro als unverzichtbare kommunale Struktur weiter ausbauen.
  • internationale Netzwerke und Städtepartnerschaften aktiv nutzen, um die Nürnberger Menschenrechtspolitik weiterzuentwickeln.
  • die städtische Gesamtstrategie gegen Rassismus konsequent weiterentwickeln.
  • uns dafür einsetzen, dass keine städtischen Räume an extremistische oder diskriminierende Organisationen vergeben werden.
  • Kinder und Jugendliche früh stärken, damit diese Diskriminierung erkennen und sich dagegen wehren können.
  • in Kitas, Schulen, Vereinen und Jugendverbänden Projekte gegen Extremismus und menschenfeindliche Ideologien fördern (s. Kapitel Kinder und Jugend unter 3b)
  • solidarisch zur jüdischen Community in Nürnberg stehen und diese unterstützen – dem wachsendem Antisemitismus treten wir mit klarer Haltung entgegen.
  • postkoloniales Erbe aufarbeiten (s. Kapitel Kultur unter 2e). Das Stadtarchiv erhält den Auftrag, ein aktuelles Kataster über historisch belasteten Straßennamen zu erarbeiten. Die darauffolgenden Umbenennungen setzen wir transparent unter Einbeziehung der betroffenen Communities und mit Entlastung der Anwohner*innen um.

Wir sehen Migration als Chance und wollen Teilhabe für alle, indem wir

  • gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in unserer Stadtgesellschaft, unabhängig vom Aufenthaltsstatus, fördern.
  • die Selbstorganisation von Zugewanderten fördern und interkulturelle Vereine sowie neue Community Spaces mit Infrastruktur unterstützen.
  • die Stimme von Migrant*innen in der Stadtpolitik stärken und dem Integrationsrat erweiterte Beteiligungsrechte ermöglichen.
  • die Kommission für Integration als beratender Ausschuss des Stadtrates aufwerten und ein beschlussfassendes Gremium schaffen.
  • uns weiterhin für das kommunale Wahlrecht für alle einsetzen.
  • die Sprachförderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ausbauen.
  • mit einem städtischen Sprachmittlerpool Barrieren im Alltag und in der Verwaltung abbauen.
  • uns für mehr Beschäftigte mit Migrationsgeschichte in städtischen Einrichtungen sowie verpflichtende interkulturelle Sensibilisierung einsetzen. (s. Kapitel 2a).
  • die Ausländerbehörde zu einer modernen, serviceorientierten Willkommensbehörde reformieren: Dazu gehören transparente Verfahren, die konsequente Nutzung rechtlicher Spielräume im Sinne der Betroffenen, Beratungsstellen und ein Beschwerdemanagement.
  • die medizinische Fachstelle für Geflüchtete als Anlaufstelle zur medizinischen, psychotherapeutischen, psychologischen und psychiatrischen Versorgung als Vorzeigeprojekt erhalten und weiter unterstützen.
  • die Einzelfallkommission für ausländerrechtliche Härtefälle unter der Bedingung fortsetzen, dass es Verbindlichkeit zwischen Politik und Verwaltung, Beratungsrecht für Anwält*innen und zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen sowie eine ämterübergreifende Fallberatung gibt.
  • auch in der Zukunft keine Maßnahmen unterstützen, die Geflüchtete diskriminieren und gesellschaftlich ausgrenzen wie die Bezahlkarte.
  • eine Servicestelle innerhalb der Behörde etablieren, die Arbeits- und Fachkräfte – unabhängig von ihrem Qualifikationsniveau – unterstützt.
  • Menschen ohne anerkannte Abschlüsse mit gezielten Maßnahmen unterstützen, um schnell arbeiten zu können. (s. Kapitel 2f).
  • für den besonderen Schutz für verletzliche Gruppen von Geflüchteten einsetzen: Frauen, Kinder, Alleinerziehende, Traumatisierte, queere Personen oder beeinträchtigte Menschen brauchen spezielle Schutzmaßnahmen. (s. Kapitel 1g).
  • menschenwürdige Wohnalternativen schaffen und eine Unterbringungsreserve im gesamten Stadtgebiet etablieren.
  • Mindeststandards und Programme zur Gewaltprävention fortführen und ausbauen.
  • uns dafür einsetzen, dass Nürnberg ein „sicherer Hafen“ bleibt und dies auch in Bildungsangeboten aufgenommen wird.

Wir heißen Neubürger*innen willkommen, indem wir

  • ihnen den Start in Nürnberg durch ein Willkommenspaket mit wichtigen Informationen und einer zentralen Anlaufstelle erleichtern, die Sprachkurse, Beratung und Bildungsangebote bündelt.
  • weiterhin Einbürgerungen unterstützen und mehr Transparenz im Prozess schaffen (s. Kapitel 2a).
  • der Ausländerbehörde ausreichend Personal zur Verfügung stellen, damit Einbürgerungsanträge innerhalb eines zumutbaren Zeitraums bearbeitet werden.
  • politische Bildung, Verwaltungsinformationen und städtische Veranstaltungen mehrsprachig anbieten – von Lesungen über Festivals bis zu Filmtagen (s. Kapitel 2h).
  • uns dafür einsetzen, kostenlose Sprachkurse für Zugewanderte anzubieten.
  • ohne Anspruch auf Integrationskurse ein qualitätsgesichertes Angebot bereitstellen.
  • mehrsprachige Kulturveranstaltungen unterstützen und die Vielstimmigkeit Nürnbergs im öffentlichen Raum erfahrbar machen.
Was bringt das für dich?
  • Du lebst in einer vielfältigen Stadtgesellschaft, in der alle so akzeptiert werden, wie sie sind und in der Rechtsextremismus keinen Platz hat.
  • Du findest passende, schnelle und mehrsprachige Integrationsangebote, wenn du, deine Freund*innen oder Bekannte dies brauchen.
  • Du kannst interkulturelle Angebote mitgestalten und diese besuchen.

3h Grün MACHT Nürnberg sicher für queeres Leben

Wir wollen Nürnberg zu einer Stadt entwickeln, in der alle Menschen frei und sicher leben können – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlicher Identität oder in welchem Familienmodell sie leben. Wir setzen uns daher aktiv gegen wachsende Queerfeindlichkeit ein, indem wir nicht nur die politischen Erfolge der letzten Jahre verteidigen, sondern konsequent Unterstützungsstrukturen für queeres Leben schaffen.

Vielfalt ist unsere Stärke: Deshalb machen wir die Perspektiven der queeren Communities sichtbar, stärken ihre Selbstorganisation und sorgen dafür, dass ihre Stimmen in der Politik Gewicht haben.

Wir schaffen starke Strukturen und Sichtbarkeit für queeres Leben, indem wir

  • die queere Community (LGBTQIA+) durch verlässliche Förderung und sichere Räume unterstützen.
  • ein Regenbogenhaus als Ort für Vernetzung, Engagement und Beratung für die queere Community aufbauen und eine solide finanzielle Ausstattung sicherstellen.
  • queere Jugendarbeit unterstützen (s. Kapitel Kinder und Jugend unter 3b).
  • Regenbogenfamilien unterstützen (s. Kapitel Familienförderung unter 3c).
  • den Erhalt und den Ausbau der kommunalen Koordinierungsstelle für LGBTQIA+ sichern und eine feste Stelle für die Umsetzung des Aktionsplans Queer schaffen.
  • queere Kultur und Geschichte, in den Angeboten der städtischen Museen und im Tourismus verankern und gezielt Angebote für queere Besucher*innen entwickeln.
  • Kooperationen zwischen queeren Initiativen, Kitas, Schulen, Eltern und Betroffenen fördern, damit Vielfalt selbstverständlich gelebt wird.

Wir engagieren uns für Bildung, Aufklärung und Prävention, indem wir

  • altersgerechte Materialien, die Vielfalt von Familien- und Lebensformen sowie unterschiedliche Geschlechterrollen kindgerecht aufgreifen und entwickeln.
  • pädagogische Angebote an Schulen stärken, die Jugendliche in ihrer Identitäts- und Geschlechterentwicklung unterstützen.
  • das Netzwerk von queeren Lehrkräften „Queer for Schools“ stärken und die Erarbeitung von Fortbildungsangeboten für alle Schulformen fördern.
  • Präventionsarbeit gegen Queerfeindlichkeit konsequent ausbauen und Antidiskriminierungsstrukturen an Schulen verbindlich machen.

Wir stehen für Schutz und Unterstützung im Alltag, indem wir

  • bestehende Anlaufstellen für queere Menschen in allen Lebensphasen stärken und neue Angebote schaffen, wo diese noch fehlen.
  • Wohnungslosenhilfe und Pflegeeinrichtungen an ihre Bedürfnisse anpassen und queersensible Angebote in Kliniken ausbauen.
  • die Antidiskriminierungsarbeit für Menschen mit HIV stärken.
  • für ein medizinisches Versorgungszentrums für Trans*, Inter, Nicht-binäre und agender Personen einsetzen.
  • die mentale Gesundheit von queeren Menschen in den Mittelpunkt rücken, Zugang zu Therapeut*innen ermöglichen und entsprechende Unterstützungsangebote stärken.
Was bringt das für dich?
  • Du kannst im städtischen Regenbogenhaus deine Community treffen und dort von Jugendarbeit bis zu städtischen Anlaufstellen alle relevanten Angebote vorfinden.
  • Du bekommst gezielt Unterstützung in allen Lebenslagen, inklusive bei Wohnungslosigkeit, Pflegebedürftigkeit oder zur Unterstützung deiner psychischen Gesundheit.
  • Deine Perspektive wird ernst genommen: Geschichte und Kultur der queeren Community werden in Museen und im Tourismus sichtbar, und Schulen erhalten Materialien und Fortbildungen.