„Das Fahrrad ist gerade in Zeiten der Coronakrise das perfekte Verkehrsmittel.“ findet Mike Bock, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Stadtratsfraktion. Deshalb fordern die Grünen in Nürnberg jetzt schnell zu handeln und sogenannte Pop-up-Bike-Lanes einzurichten. Städte wie Bogotá, Paris, Wien und Berlin sind hier bereits vorangegangen und haben Fahrspuren in temporäre Radspuren umgewidmet.
„Um das Radfahren attraktiv und sicher zu machen ist es jetzt wichtig schnell eine gute Radverkehrsinfrastruktur mit dem notwendigen Platz zu schaffen.“ meint Julia Borghoff, Kreisvorsitzende der Grünen in Nürnberg.
Als ersten Abschnitt für solche Radspuren schlagen die Grünen die Bayreuther und die Äußere Bayreuther Straße zwischen Nordring und Rathenauplatz vor. Eine Spur pro Richtung soll komplett für den Radverkehr zur Verfügung stehen, abgetrennt vom motorisierten Verkehr. Darüber hinaus wollen sie eine zumindest zeitweise Umwidmung von Straßen in Fahrradstraßen erreichen.
Aktuell wird vermehrt vom Homeoffice aus gearbeitet, was dazu führt, dass auf den Straßen insgesamt weniger Verkehr herrscht. Gleichzeitig vermeiden diejenigen die weiterhin mobil sein müssen so weit möglich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
„Wir möchten, dass die Menschen auf das Rad umzusteigen und nicht auf das Auto.“ so Mike Bock. Auch das bayerische Verkehrsministerium weist in seiner Pressemitteilung „Mobilität trotz Corona“ vom 06.04.2020 darauf hin, dass das Fahrrad derzeit eine geeignete, weil infektionsarme Art der Mobilität darstellt. Die Verkehrsministerin appelliert an die Bürgerinnen und Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel für die, die darauf angewiesen sind, frei zu halten und wo immer möglich stattdessen das Fahrrad zu nutzen.
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen ist es notwendig Abstand zu halten. Der empfohlene Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern ist im Alltagsverkehr beim Radfahren jedoch kaum einzuhalten denn die ohnehin schon zu engen Radwege sind dafür nicht ausgelegt. Insbesondere bei gemeinsamen Fuß- und Radwegen und beim Überholen können die Abstände meist nicht eingehalten werden.
In Deutschland lassen sich temporäre geschützte Radfahrstreifen rechtlich als „zeitlich befristeter Verkehrsversuch“ umsetzen. Rechtsgrundlage ist §45 StVO. Begründen lässt sich ein solcher Versuch mit den veränderten Erfordernissen im Verkehr. Seit Inkrafttreten der StVO-Novelle am 28.04.2020 sind die Hürden dafür deutlich gesenkt worden. So muss keine örtliche Gefahrenlage mehr nachgewiesen werden.
Neuste Artikel
Herzlich Willkommen, Andreas!
Ab 03.04.2025 wird uns Andreas Hander als Büroleitung in unserem Kreisverbandsbüro unterstützen. Wir freuen uns sehr, ihn in unser Team mit aufzunehmen und die gemeinsame Zusammenarbeit! Ihr werdet ihn sicher ganz bald bei der einen oder anderen Veranstaltung kennen lernen können.
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Bewirb dich jetzt für die Kommunalwahl 2026
Kaum haben wir die Bundestagswahl abgeschlossen – da stehen wir mittendrin in den Vorbereitungen für die Kommunalwahl in Nürnberg 2026. Und die Zeit vergeht schneller, als man denkt. Als kreisverband wollen wir am 27.09.2025 eine Liste für die Wahl aufstellen. Dazu haben wir ein sogenanntes Findungsteam gegründet. (hier Link zum FIT Prozess Erklärung/Antrag) Das FITeam führt aktuell bereits Gespräche mit Interessent:innen. Wir suchen Dich! Genau du hast uns gefehlt!Mit dem Zieltermin 27.09. brauchen wir ausreichend…
Neuer Vorstand der Grünen Jugend Nürnberg
Am 09. März 2025 hat die Grüne Jugend Nürnberg einen neuen Vorstand gewählt. Wir gratulieren allen Gewählten und freuen uns, auf die Zusammenarbeit! Von links nach rechts:Marie Spies (Beisitzerin), Max Klante (Sprecher), Jonas Lang (Politische Geschäftsführung), Toni Beckmann (Schatzmeister*in), Marius Hoffmann (Beisitzer), Matti Stockmann (Vielfaltspolitische Person), Maret Illig (Sprecherin), Laura Patzelt (Beisitzerin).
Ähnliche Artikel