ÖPNV

ÖPNV als Rückgrat städtischer Mobilität

Damit der ÖPNV seine Rolle als attraktive Alternative zum Auto ausspielen kann, muss er konsequent ausgebaut werden. Neben Modernisierung von Netz und Flotte sowie Taktverdichtungen setzen wir GRÜNE auch auf einen kräftigen Netzausbau. Unser Augenmerk liegt hierbei auf der Straßenbahn, da sie kostengünstig, sowohl schnell als auch komfortabel ist und dabei eine große Kapazität aufweist. Mit neuen (Straßenbahn-) Linien möchten wir die Außenbezirke besser an die Innenstadt anbinden und besser mit den anderen Verkehrsträgern Rad, Bus, U-und S-Bahn vernetzen. So können wir mit einer „Hochschulbahn“ die Fakultäten in Herzogenaurach und Erlangen sowohl mit der Nürnberger Innenstadt, der „Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm“ in Wöhrd als auch mit der geplanten Technischen Universität im neuen Stadtteil Lichtenreuth verbinden.

Deshalb wollen wir den vom Stadtrat beschlossenen Nahverkehrsentwicklungsplan zügig umsetzen und erweitern:

• Bau einer Straßenbahn durch die nördliche Altstadt
• Die Straßenbahn Richtung Erlangen mit der Weiterführung nach Herzogenaurach und Uttenreuth
• Die Straßenbahn in das Neubaugebiet „Lichtenreuth“ mit der Weiterführung über die Bertold-Brecht-Schule bis hin zum Klinikum Süd
• Eine Straßenbahn über den Ohm-Hochschul-Campus in Wöhrd
• Eine Straßenbahn in den Nürnberger Süden nach Kornburg und Fischbach
• Prüfung weiterer Straßenbahnprojekte, beispielsweise einem Anschluss der Südstadt an die Rothenburger Straße und einer Tram nach Zerzabelshof statt eines Ausbaus des Frankenschnellwegs.

Ein attraktives Liniennetz kommt ohne häufiges Umsteigen aus. Eigene Trassen für Straßenbahn und Omnibus, ergänzt durch Vorrangschaltung an Ampeln, verbessern die Pünktlichkeit unseres ÖPNVs. Das Nutzen von Chancen der Digitalisierung hinsichtlich Wartung aber auch Fahrgastinformation, die immer komfortabler werdenden Fahrzeuge und die stetige Netzausdehnung erleichtern den Umstieg auf den Nürnberger ÖPNV. Zudem intensivieren wir GRÜNE das Ausbauprogramm für die Barrierefreiheit der Haltestellen, damit auch wirklich alle Menschen in unserer Stadt von einem besseren ÖPNV profitieren.

Für den weiteren extrem teuren U-Bahnbau sehen wir aus heutiger Sicht keinen Bedarf mehr. Nach der Fertigstellung der U 3 im „Tiefen Feld“ neigt sich der U-Bahnbau für neue Strecken in Nürnberg seinem Ende entgegen. Sollten positive Kosten-/Nutzenrechnungen Verlängerungen bis Stein oder in das Neubaugebiet in Wetzendorf vorliegen, sehen wir GRÜNE das als sinnvolle Endpunkte der Ära „U-Bahnbau in Nürnberg“ an.

Um jederzeit mit den Öffentlichen mobil sein zu können, möchten wir den Einsatz der Nachtbusse, bekannt als Nightliner, nicht nur am Wochenende, sondern auch wochentags. Wir wollen die Menschen möglichst nah vor der Haustür abholen –mit Straßenbahn und Bus geht das am besten.

Um die Pendlerströme zu bewältigen, ist es verpflichtend, die S-und Regionalbahnlinien zwischen Nürnberg und dem Umland leistungsstark auszubauen. Der Freistaat Bayern ist zuständig für die Bestellung von S-Bahn-und Regionalbahnverkehr: wir nehmen die Staatsregierung in die Pflicht, hier für ausreichend Zugverbindungen, Kapazität, Qualitätsstandards und Barrierefreiheit zu sorgen. Wir setzen uns dafür ein zu prüfen, ob und wie das Angebot in der Fläche durch autonomes Fahren im öffentlichen Nahverkehr verbessert werden kann.

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